Windkraft: Verwaltung geht Hinweis auf Rotmilane nach

20 bis 30 Rotmilane will eine Privatperson direkt neben der geplanten Konzentrationszone östlich von Bittingen gesehen haben. Der Kreis Soest ist darüber informiert.

Bittingen - Ungeachtet der Eingabe von über 30 Bittingern gegen die Ausweisung einer gut 32 Hektar großen Fläche als Konzentrationszone für Windkraftanlagen östlich ihres Ortsteils gibt es im Rathaus auch ein Schreiben, das sich mit artenschutzrechtlichen Hinweisen befasst. Das hat Enses Beigeordneter Alfred Schmidt auf Anzeiger-Nachfrage bestätigt.

Dabei geht es um die vermeintliche Beobachtung von bis zu 20 bis 30 Rotmilanen direkt neben der vorgesehenenen Vorrangzone. Im Rahmen der jetzt durchzuführenden Untersuchungen bezüglich der erforderlichen und im politischen Raum gewünschten Änderung des Flächennutzungsplanes zur „Ausweisung von Konzentrationsflächen für die Windenergienutzung“ werde man dies nun zu bewerten haben, wie Enses Beigeordneter Alfred Schmidt ankündigte.

Dabei erreichte diese Eingabe die Verwaltung im Enser Rathaus über den Kreis Soest, der wiederum über diese Beobachtung informiert wurde. Auch der Anzeiger-Redaktion liegt ein entsprechendes Schreiben vor, verbunden mit der Behauptung, dass die ABU Soest Kenntnis über eine Beobachtung von 17 Rotmilanen in einer Gruppe durch eine weitere Privatperson besitze.

„Wir werden diesen Hinweis ernst nehmen“, so Enses Beigeordneter Alfred Schmidt. Und zwar ebenso wie die Eingabe der über 30 Bittinger, die sich aus grundsätzlichen Erwägungen gegen diese neue Vorrangzone östlich ihres Ortsteils aussprechen.

Sie monieren nicht zuletzt die Aufhebung sämtlicher Höhenbeschränkung, die als „menschenverachtend und unerträglich“ bezeichnet wird. Ferner hält man es „für fahrlässig und ignorant“, weitere Flächen für die Windkraftnutzung mit einem Radius von nur 400 Metern zu den bestehenden Gebäuden auszuweisen.

Das aber ist längst nicht das einzige Problem beim Repowering im Enser Osten. So konnten sich die Betreiber der neuen Anlage noch nicht darauf verständigen, ob und an welcher Stelle die von der Politik gewünschten zwei neuen „Windmühlen“ stehen sollen. Bis dahin kann das Verfahren nicht weiterbetrieben werden.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare