Zuschuss für Anna-Kapelle noch nicht sicher

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Die Anna-Kapelle als überregional bedeutsames Bauwerk – diese Einschätzung muss die katholische Kirchengemeinde gegenüber dem potenziellen Zuschussgeber untermauern.

NIEDERENSE - Zwar wird die Förderfähigkeit der Maßnahme seitens des Zuschussgebers, den die Kirchengemeinde St. Lambertus Bremen um finanzielle Unterstützung für die notwendigen Sanierungsarbeiten an der St.-Anna-Kapelle gebeten hatte, anerkannt und die Denkmalschutzwürdigkeit des Gotteshauses auf Grund der kulturhistorischen Bedeutung hoch eingestuft.

Gleichwohl bittet man um zusätzliche Erläuterungen zu der überregionalen Bedeutung des Bauwerks.

„Das ist doch zunächst eine positive Nachricht und bestärkt uns, den beschrittenen Weg weiterzugehen“, so Ulrich Häken, Mitglied des Kirchenvorstandes. Dennoch müsse ein zusätzlicher Punkt im weiteren Verfahren noch abgeklärt werden. So nimmt der Fördergeber das Denkmalschutzprogramm des Landes NRW zum Maßstab seiner Bezuschussung. Dort sind jedoch Mittel für energetische Maßnahmen ausdrücklich ausgeschlossen. Die Kirchengemeinde St. Lambertus hatte in dem Antrag aber auch Mittel für eine neue Heizung und Beleuchtung vorgesehen, die es jetzt anders zu finanzieren gelte, so Ulrich Häken weiter.

Und noch eine Empfehlung gab der mögliche Fördergeber den Ensern gleich mit auf den Weg: Im Sinne der beschriebenen Vielfalt der Veranstaltungen in der Kapelle und des ökumenischen Gedankens wäre es hilfreich, wenn sich das Erzbistum hier zu einer Kehrtwende entschließen könnte.

Bekanntlich hatte die übergeordnete Kirchenbehörde eine Übernahme der Baukosten bereits im Jahr 2006 abgelehnt, da die Anna-Kapelle nicht mehr zwingend benötigte werde. Allerdings, so Ulrich Häken, wüssten alle Beteiligten vor Ort, dass sich die Situation in den vergangenen Jahren deutlich anders entwickelt habe. Die Kapelle diene nämlich beiden Konfessionen, habe sich mittlerweile „ein rühriger Förderverein etabliert“, sei das Haus „mit Leben gefüllt“.

Anlass genug, so Ulrich Häken, erneut das Gespräch mit Paderborn zu suchen. „Ich hoffe, dass sich Paderborn der neuen Situation stellt“, so der Kirchenvorstand. „Wir sprechen ja jetzt nicht mehr von einer Gesamtfinanzierung durch das Bistum, sondern von einer überschaubaren Ko-Finanzierung.“

Zur Nachbesserung des Förderantrages soll es nach den jetzt notwendigen Gesprächen eine Zusammenkunft zwischen Kirchenvorstand, Förderverein, möglichen Sponsoren und anderen Beteiligten geben, „um die Dinge optimal vorzubereiten, kündigte Ulrich Häken gegenüber dem Anzeiger an. Es gelte jetzt das Prinzip Gründlichkeit vor Schnelligkeit, auch wenn die Zusage dann erst im nächsten Jahr komme. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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