Zustimmung für einstige Apotheke als Standort für „möbel & mehr“

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Vor allem die Nähe zum „Enser „Warenkorb“ wäre für Bürgermeister Hubert Wegener ein Grund, das Sozialkaufhaus „möbel & mehr“ in der ehemaligen Stern-Apotheke anzusiedeln. - Foto: Stute

Bremen - „Der Standort wäre gut.“ Bürgermeister Hubert Wegener jedenfalls könnte Gefallen finden an einer Unterbringung des Sozialkaufhauses „möbel und mehr“ in der ehemaligen Stern-Apotheke in der Bremer Ortsmitte. Einer Entscheidung über die Schaffung eines „Bürgertreffs“ im ehemaligen Penny-Markt will er damit allerdings keinesfalls vorgreifen.

Das hat hat der Verwaltungschef auf Anzeiger-Nachfrage erklärt und damit Bezug genommen, auf ein Angebot, das CDU-Ratsfrau und Parteivorsitzende Silvia Klein in der Ratssitzung am Donnerstagabend unterbreitet.

So hatte sie wissen lassen, dass Apotheker Volker Jansen bereit sei, die seit dem Umzug der Apotheke an die Werler Straße leerstehende Immobilie in der Ortsmitte dem Sozialkaufhaus „möbel und mehr“zur Verfügung zu stellen, für das er ohnehin noch Mieter sei. Dabei wollte die Christdemokratin die Offerte losgelöst von der Schaffung eines angedachten „Bürgertreffs“ im alten Penny-Markt sehen, den wiederum die Bürgergemeinschaft in der Ratssitzung zumindest in Frage gestellt hatte, da zwei von drei potenziellen Nutzern – der „Enser Warenkorb“ sowie die Caritas Kleiderkammer– sich in ihren angestammten Räumlichkeiten wohl fühlten.

Dessen ungeachtet zeigte Bürgermeister Hubert Wegener Sympathie für einen Umzug des Sozialkaufhauses „möbel und mehr“ von der Poststraße in Niederense in die Bremer Ortsmitte. Und das nicht zuletzt aus zwei Gründen: So kämen die Nutzer des Sozialkaufhauses mehrheitlich eher aus Bremen als aus Niederense, könnte sich die dann vorhandene Nähe zum „Enser Warenkorb“ neben der Lambertuskirche als positiv erweisen. Und: Der gegenwärtige Umsatz sei am Standort in der Poststraße zu gering. Indes: Sollte es am Ende tatsächlich zu einem Umzug von „möbel und mehr“ in die ehemalige Stern-Apotheke kommen, dann müsse man sicher noch einen weiten Raum hinzunehmen. Das Platzangebot in der einstigen Apotheke nämlich werde bei den ehrenamtlichen Helfern sicher als zu klein bewertet. Allerdings: Vor einer endgültigen Aussage zum angedachten „Bürgertreff“ und eines Sozialkaufhaus-Umzugs in die Ortsmitte will Bürgermeister Hubert Wegener ein Gespräch mit der Kreis-Caritas abwarten.

Wesentlich deutlicher in dieser Angelegenheit ist dagegen der unabhängige Ratsherr Franz Freitag. So erklärte er gegenüber dem Anzeiger „strikt gegen“ einen „Bürgertreff“ im ehemaligen Penny-Markt zu sein, da er eine solche Bündelung aller sozialen Angebote unter einem Dach für „nicht lebensfähig“ hält. Einen Umzug des Sozialkaufhauses „möbel und mehr“ von der Poststraße in die Bremer Ortsmitte sollte man wiederum zumindest „in Erwägung ziehen“, so der Politiker.

Quelle: Soester Anzeiger

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