Akute Waldbrandgefahr: Fläche entzündet sich selbst

Wasserreserven den örtlichen Löschgruppen schnell mitteilen

Bremke/Eslohe/Schmallenberg. (urg/eb)

Nach dem Orkan Kyrill droht den umgeworfenen Bäumen nicht nur der Befall durch den Borkenkäfer, sondern auch die eventuelle Vernichtung durch Feuer bei der derzeitigen Wetterlage. Den ersten Brand gab es am vergangenen Freitag Nachmittag in Bremke. Ursache war das Osterfeuer. Ein Passant hatte auf der Waldhöhe Richtung Böttenberg zwischen Eslohe und Bremke/Husen ein Feuer entdeckt.

Die herbeigerufenen Wehren aus Eslohe, Bremke entdeckten, dass sich ein vorbereiteter Abbrand selbst entzündet hatte. Ursache war die nahegelegene Brandstelle des Osterfeuers vom vergangenen Sonntag, berichtete Gemeindebrandinspektor Hubert Jankowski.

Von dort habe sich die Glut einen Weg durchs Erdreich gesucht und der Wind tat sein übriges. 30 Feuerwehrmänner waren in Einsatz und hatten mit Unterstützung der beiden Landwirte Neurath (Bremke) und Schulte (Eslohe), die ihre Wassertanks bereitstellten, den Brand rasch unter Kontrolle. Der Löschzug Bremke blieb noch lange vor Ort um Brandwache zu halten.

\"Güllefässer bitte mit Wasser füllen\" In einem Gespräch mit dem Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt Schmallenberg, Meinolf Saßmannshausen, weißt dieser auf die zurzeit akute Waldbrandgefahr hin. Das regenarme und windige Wetter der letzten Tage sorgt für eine nicht zu unterschätzende Brandgefahr in den Wäldern.

Es gilt die \"Gefahrenstufe vier\" von fünf möglichen Stufen. Meinolf Saßmannshausen bittet deshalb alle Bürger, die auf ihren Grundstücken einen Teich haben oder einen solchen angepachtet haben, diese mit Wasser zu füllen. Dieses gilt auch für Außenschwimmbäder.

Dadurch wird der Feuerwehr die Möglichkeit geboten, schnell auf zusätzliche Löschwasserreserven zugreifen zu können. Diese Wasserreserven sollten der örtlich zuständigen Löschgruppen baldmöglichst mitgeteilt werden. Weiter geht seine Bitte an die Besitzer von Güllefässern.

Diese sollten mit Wasser gefüllt sein und im Falle eines notwendigen Feuerwehreinsatzes den Wehren zur Verfügung stehen. Noch einmal weist Saßmannshausen darauf hin, dass keine Feuer in Waldnähe oder an Waldrändern angezündet werden dürfen.

Das Rauchen im Walde muss unterbleiben.

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