Projekt des Heimatvereins und des Fördervereins der Katholischen Kirche

Albert Nagel will Geschichte (n) in Wenholthausen sichtbar machen

Geschichte (n ) sichtbar machen – das möchte Albert Nagel mit seinem Projekt in Wenholthausen.

Wenholthausen - Die Eibelkapelle, das alte Backhaus oder die Wassermühle – im Ortsbild von Wenholthausen finden sich zahlreiche historische Gebäude. Ein Projekt des Heimatvereins und des Fördervereins der Katholischen Kirche soll die Geschichte (n) des Dorfes und seiner Bauwerke nun sichtbar machen.

„Die Idee geisterte schon lange in unseren Köpfen herum“, erzählt Projekt-Initiator Albert Nagel. So werde bereits seit 13 Jahren in der Wenholthausener Jahreschronik „Der Wennetaler“ über die „Hölter“ Bewohner, Gebäude, Plätze und Erlebnisse berichtet. „Nun haben sich einige interessierte Dorfbewohner in einer Projektgruppe gefunden – sie möchten die Geschichte des Dorfes sichtbar an historisch bemerkenswerten Gebäuden auf Schautafeln anbringen. Auch an für die Dorfentwicklung wichtige Gebäude und an ehemalige Gewerbebetriebe sollen die Beschilderungen erinnern – sowohl für Einheimische als auch für Touristen sollen diese Informationen einfach zugänglich sein“, beschreibt Nagel das Vorhaben.

Nach einem Gespräch mit der Bezirksregierung über eine mögliche Förderung stellte Nagel Anfang des Jahres einen Antrag auf einen Heimatscheck (2.000 Euro). Da für die Umsetzung des Projektes rund 5.000 Euro veranschlagt wurden, holte Nagel den Heimatverein und den Förderverein der Katholischen Kirche mit ins Boot, um einen zweiten Heimatscheck beantragen zu können. Mit Erfolg – es kam die Zusage über 4.000 Euro an Fördergeldern. Unter der Überschrift „Geschichte (n) sichtbar machen“ sollen nun bis zum Jahresende an bestimmten Gebäuden und Plätzen im Ort 40 bis 50 hochwertige Beschilderungen angebracht werden, die auf historische Geschichten des 1400-Seelen-Ortes hinweisen.

Schilder informieren über historische Bauwerke

Und davon gibt es in dem kleinen Ort reichlich: die Nikolauskapelle, die Wennebrücke, alte Fachwerkhäuser oder das historische Pumpenhaus sind nur einige. Die DIN A4-Beschilderungen sollen aus Acrylglas oder Alu-Dibond sein. „Es sollen Schilder sein, die eine gewisse Wertigkeit und Langlebigkeit haben. Angedacht ist auch eine große Schautafel im Kurpark in der Ortsmitte, mit einer Übersicht der historischen Beschilderungen. Auch ein entsprechender Werbeflyer sollte gedruckt werden“, so Nagel. Die Infotafeln enthalten eine Beschreibung der Gebäude, zum Beispiel Bauweise oder Nutzung, aber auch Geschichten „drumherum“. Ein Textschreiber soll die Beiträge einheitlich, verständlich und spannend verfassen.

„Die Ideensammlung ist bereits gelaufen, auch welche Häuser berücksichtigt werden, aber weitere, nützliche Informationen in Form von Berichten oder Bildern über historische ‘Hölter’ Betriebe oder Gebäude können mir gerne noch kurzfristig zugetragen werden“, betont Nagel. Aufgrund der Fördergelder muss das Projekt bis Ende des Jahres umgesetzt werden. Weitere Ergänzungen der Beschilderung könne es jedoch auch in Zukunft noch geben, blickt Nagel bereits voraus.

Infos Wer weitere Ideen einbringen möchte, kann sich unter nordic-walking-sauerland@web.de oder Tel. 0151/12146091 bei Albert Nagel melden.

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