Bürger wollen und sollen mitreden

Esloher Neujahrsempfang: „2015 hat alle sehr gefordert“

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„Volles Haus“ beim Neujahrsempfang. 

Eslohe. „Durch Ihre Anwesenheit heute demonstrieren Sie Ihre Verbundenheit mit unserer Gemeinde. Seien Sie herzlich willkommen bei unserem Neujahrsempfang 2016. Der Jahreswechsel markiert, so empfinde ich es, meist einen ruhigen, zugleich aber spannenden Punkt im Jahresverlauf“, begann Bürgermeister Stephan Kersting seine Ansprache zum neuen Jahr.

„Dieser Moment der Nachdenklichkeit, der Sammlung, der bewussten und möglichst fundierten Vorbereitung ist wichtig und wertvoll. Ihn zu nutzen, um die Gedanken zu ordnen, Bilanz zu ziehen und dann mit frischer Motivation und neuen Plänen ins neue Jahr zu gehen, darin sehe ich den besonderen Wert dieser Zeit“.

Der Bürgermeister richtete zunächst den Blick auf das vergangene Jahr. „Es war ein ganz außerordentlich planungs- und umsetzungsreiches Jahr. In dieser Komplexität war das bisher aus meiner Sicht einzigartig, und hat uns alle entsprechend sehr gefordert. Verwaltung, Gemeinderat und ein gutes Stück auch die Bevölkerung, die sich viel engagierter als in der Vergangenheit in die politischen Prozesse eingebracht hat“. Es seien wichtige, sehr weitreichende Entscheidungen für die Gemeinde gefallen.

„Anforderungen sind komplex geworden“

Die Anforderungen an Politik und Gesellschaft seien zu vielfältig und komplex geworden, um als Kommune in einen Routinetrott zu verfallen und nicht auf aktuelle Fragen zu reagieren. Die Gesellschaft wolle nicht mehr wegsehen, und die wesentlichen Entscheidungen vertrauensvoll und blind einfach allein den politischen Instanzen überlassen. „Ich begrüße das, wie gesagt, ausdrücklich, und versuche, dem so viel Raum zu geben, wie möglich“. Die Vorgehensweise mit bei der Entscheidungsfindung des neuen Feuerwehrhauses, bei den Straßenbauprojekten, beim Kurhausprojekt, beim Essel-Markt und zuletzt auch bei dem Flüchtlingsthema zeige das sehr klar. Man gehe da zum Teil deutlich über das hinaus, was in einer repräsentativen Demokratie bislang üblich war.

„Unsere Bürgerinnen und Bürger werden mit einbezogen, sollen mit diskutieren, uns ihre Ideen und Empfehlungen mitgeben, bevor dann der Gemeinderat beschließt“. Kersting machte deutlich: „Das funktioniert nur solange so gut, wie wir am Ende stets, bei aller Beteiligung, die gesetzlich eindeutig legitimierte Entscheidungskompetenz unserer gewählten Volksvertretungen akzeptieren. Es wird weiter gehen in Eslohe. Es wird Mut erfordern, das Thema „moderates Wachstum“ anzupacken und auch kontroverse Diskussionen auszuhalten“.

Kersting sprach einen besonderen Dank an alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer aus, die sich bei großen Herausforderung mit Engagement einsetzt haben. „Besonderes Engagement leistet der „neue“ „Integrationskreis Flüchtlinge“ aber auch alle anderen sozialen Gruppierungen in unserer Gemeinde zeigen hier eine hohe Hilfsbereitschaft.

Dank an alle Helfer in der Gemeinde

„Spannend bleibt es auch in Zukunft. Lassen Sie uns alle miteinander daran arbeiten“. Musikalisch umrahmt wurde der Jahresempfang von Musikern des Blasorchesters St. Peter & Paul Eslohe. Vier Ehrenmedaillen an Bürger der Gemeinde Eslohe verliehen.

In der kommenden Mittwochsausgabe des SauerlandKurier lesen Sie mehr. Die höchste Auszeichnung der Gemeinde Eslohe wurde beim Jahresempfang an: Anna Stappert, Brunhilde Winkelmeyer, Bernhard Willmes und Dr. Eugen Engels verliehen.

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