Dringend Schüler gesucht

Die Kinder präsentierten sich beim Nachmittag der offenen Tür der Grundschule Wenholthausen. Foto: Erika Biskoping

Die einzügige Grundschule Wenholthausen hat - wie viele andere Schulen im ländlichen Raum - seit Längerem mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen. Mittelfristig ist dadurch die Existenz der Schule gefährdet. Der Förderverein der Grundschule will daher, in Zusammenarbeit mit dem Schulleiter, Heribert Schulz, und dem Lehrerkollegium sowie mit den politischen Vertretern auf Kommunalebene für die Schule werben.

Eltern, nicht nur aus Wenholthausen, sondern aus Eslohe und den Gemeindedörfern bekundeten mit ihrem Besuch beim Nachmittag der offenen Tür der Grundschule in Zusammenarbeit mit dem Förderverein großes Interesse an der Schule. Sich schon jetzt über eine der künftigen Schulmöglichkeiten zu informieren, auch wenn die Einschulung für ihre Kinder vielleicht erst in einigen Jahren ansteht, lag vielen Eltern am Herzen.

Schulleiter Heribert Schulz informierte vor dem Rundgang durch die Schule ausführlich über Sinn und Zweck der Einladung: "Wir brauchen dringend Schüler und wollen sie als Eltern überzeugen von den Vorzügen eines kleinen Systems. Wir als Schule präsentieren uns heute so, wie sie normalerweise ist. Wir müssen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen, unsere Kinder freuen sich auf Schule und kommen gerne zur Schule", betonte Schulz.

Die Eltern machten sich ein Bild über Ausstattung und Räumlichkeiten, die pädagogischen Konzepte sowie über die schulischen Rahmenbedingungen, wie die Kinderbetreuung durch den Elternverein.

Unterschiede und Stärken

Die kleine Schule ist räumlich und personell überschaubar. Der Übergang zur Schule kann leichter gestaltet werden, insbesondere für ängstliche Kinder. Vor der Einschulung werden an zwei Vormittagen die Kinder eingeladen, um einen angstfreien und reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Es können leichter Stärken und Schwächen eines Kindes erkannt werden, so kann in einem kleinen System schnell gegengesteuert werden.

In den Pausenzeiten wird den Kindern Raum geboten, Ruhezonen, Spielfelder und ein großer Pausenhof. Zusammenarbeit mit den Eltern wird großgeschrieben, sie werden von Anfang an mit ins Boot geholt. Ab der kommenden Woche wird eine anonymisierte Befragung von Eltern künftig schulpflichtiger Kinder im Einzugsbereich beider Schulen durchgeführt, um ein erstes unverbindliches Meinungsbild zu den künftigen Schulstandorten zu erhalten. Hier sind alle Eltern aufgefordert, nach Abwägung der vorhandenen Angebote die für ihr Kind bevorzugte Schule zu nennen, soweit die Entscheidung schon getroffen werden kann - persönliche Anmerkungen und Diskussionsbeiträge sind dabei zusätzlich willkommen.

Für Kinder aus dem Einzugsgebiet der Grundschule Eslohe, die sich zum Besuch der Grundschule Wenholthausen entscheiden, besteht die Zusage der Gemeinde Eslohe, dass eine angemessene Schülerbeförderung für diese Kinder sichergestellt wird. Damit wird einer schon mehrfach geäußerten Sorge vieler Eltern bezüglich längerer Fahrtzeiten begegnet.

Der Förderverein der Katholischen Grundschule Wenholthausen ist bereit, bei den weiteren Überlegungen zur Entwicklung der Esloher Schullandschaft mitzuwirken.

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