Strukturell ausgeglichen

Eslohes Bürgermeister stellt Haushaltsplanungen vor

Eslohes Bürgermeister Stephan Kersting stellte den Haushaltsplan 2020 vor. 

Eslohe – Der Haushaltsplan 2020, den Bürgermeister Stephan Kersting und Kämmerer Michael Nemeita in der jüngsten Ratssitzung vorlegten, knüpft an die positive Entwicklung der Gemeinde Eslohe in den letzten Jahren an. „Wir haben Erträge in Höhe von über 19,5 Millionen Euro ausgewiesen und gehen mit Aufwendungen in Höhe von zirka 19,4 Millionen Euro in die Planung. Damit erreichen wir einen Haushaltsüberschuss von rund 176.000 Euro.“ In der mittelfristigen Finanzplanung ist, wie erstmals im laufenden Jahr, ein strukturell ausgeglichener Haushalt eingestellt.

Die Gemeinde Eslohe plant ein außergewöhnlich hohes Investitionsvolumen, im Jahr 2020 rund 9 Millionen Euro und im Folgejahr noch einmal in etwa die gleiche Summe. Alles ohne die Notwendigkeit einer Kreditaufnahme. „Die solide Kassenlage der Gemeinde Eslohe wird auch zukünftig keinen Anlass dazu geben, den ,Wunschsack’ so weit zu öffnen, auch nicht im kommenden Wahljahr, dass wir damit die Zukunft dauerhaft belasten. Ähnlich wie in der Klimadebatte sollten wir als ,Ältere’ uns demnächst nicht von den jungen Menschen vorhalten lassen, dass wir nicht an die Folgen unseres Handelns gedacht haben“, so der Bürgermeister. Sein Appell an die Ratsmitglieder: Kersting rät eindringlich dazu, in den anstehenden Haushaltsplanberatungen nichts zu versprechen, was man aufgrund von gesetzlichen Vorgaben ohnehin nicht halten könne und nichts zu fordern, was sich bei näherer Betrachtung als bloßer Populismus darstelle.

„Uns geht es in Eslohe und seinen Dörfern ausgesprochen gut“, betonte Kersting. Dieses müsse auch in der vor uns liegenden Zeit unbedingt erhalten werden. Dass man immer noch etwas mehr tun könne, dass man immer noch mehr Geld ausgeben könne, sei natürlich klar. Aber der verantwortungsvolle Umgang mit den ihnen anvertrauten Steuermitteln sei Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft. Es sei von großer Bedeutung, dass man Schwerpunkte setzen solle, die einen größtmöglichen Teil der Bevölkerungsschichten erreiche und außerdem nachhaltig seien. Zu diesen Schwerpunkten zählten die jungen Familien ebenso wie die Kinder und Jugendlichen und auch die ältere Generation in Eslohe und den Dörfern der Gemeinde.

Investitionen in Schulzentrum

Dem Bürgermeister war es wichtig zu erwähnen: „Die großen Investitionsprojekte sind für Eslohe nur durch entsprechende Landes- und Bundesförderungen möglich. Dies bedeutet leider auch einen enormen bürokratischen Aufwand für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wenn es Brei regnet, muss man den Schirm aufspannen, das stimmt wohl, aber wir kommen mit diesen ,Breiregen’ auch ganz ehrlich an unsere Grenzen und manches ist auch den Bürgerinnen und Bürgern ,auf der Straße’ nicht wirklich zu erklären. Wenn man den Kommunen bei den Zuweisungen mehr vertrauen würde, wäre sehr vieles einfacher“. Es sei schwer zu erklären, dass bei den regelmäßigen Ausgaben kaum Spielraum bestehe und weiterhin auch große Ausgabendisziplin erforderlich sei.

Die Investitionen im Schulzentrum der Gemeinde bilden den größten Posten. An- und Umbauten an der Realschule Eslohe – hier sind 2,9 Millionen Euro eingeplant – für drei Klassenräume, Biologieraum, Chemieraum, Verwaltungstrakt, Toilettensanierung. In die Erweiterung der OGS werden weitere 650.000 Euro investiert. Dazu für den Anbau für die Betreuungsform „8-13 Uhr“ am Grundschulstandort Eslohe 210.000 Euro. Die Fortsetzung der Digitalisierung der Schulen unter überwiegender Refinanzierung durch das Bundesprogramm „Digitalpakt“ 266.000 Euro.

Weitere Investitionen: . Erwerb von Flächen zur Wohnbebauung 313.000 Euro . Umstellung der Rathausbeleuchtung auf LED-Technik 90.000 Euro . Schaffung von Wohnmobilstellplätzen 80.000 Euro . Herstellung Barrierefreiheit Busbahnhof Eslohe 200.000 Euro . Ausrüstung/Modernisierung der Ausstattung der Feuerwehr 217.000 Euro . Investitionen im Kanalbereich 1,8 Millionen Euro, insbesondere zur Erschließung der Neubaugebiete in Cobbenrode, Wenholthausen, Kückelheim und des Gewerbegebietes „Stakelbrauk“ in Bremke . Dorferneuerungsmaßnahmen in Bremke 65.000 Euro, Reiste 120.000 Euro, Kückelheim 65.000 Euro, sowie ein Planungsansatz für Dorferneuerungsmaßnahme Cobbenrode. . Erstmals in der Gemeinde eine städtebauliche Maßnahme „Vernetzung Esselmarkt-Hauptstraße“ 2,5 Millionen Euro . Renaturierung des Esselbaches 283.000 Euro . Verbesserung der Breitbandanbindung im Gemeindegebiet Gewerbegebiete: 252,000 Euro, Wohnbereiche: 3,36 Millionen Euro . Straßenbaumaßnahmen 1,3 Millionen Euro, insbesondere zur Erschließung der Neubaugebiete in Cobbenrode, Wenholthausen und Kückelheim und des Gewerbegebietes „Stakelbrauk“ in Bremke . Querungshilfe B 55/Reister Berg, Bremke 260.000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare