Janine Kohnen-Kamp übernimmt

Forstamtmann Hartmut Piontek übergibt Revier in Eslohe

Im Revier Eslohe übergibt Hartmut Piontek die Verantwortung an Janine Kohnen-Kamp.

Eslohe – In der Gemeinde Eslohe geht eine forstliche Ära zu Ende. Über 35 Jahre war Forstamtmann Hartmut Piontek für die Beratung und Betreuung der Waldbesitzenden zwischen Homert und Wenne verantwortlich. Ende November tritt er in den Ruhestand. Nach Abitur, Wehrdienst und Studium trat der gebürtige Ostwestfale 1981 in den Dienst der Landesforsverwaltung ein.

Zu Beginn in Bad Driburg eingesetzt, wechselte Piontek ins damalige Forstamt Meschede, das 2008 im Regionalforstamt Oberes Sauerland aufging. Über all die Jahre hat sichPiontek, der sich selbst als „Laubholz-Fan“ sieht, in der Nadelholzregion Sauerland sehr wohl gefühlt und eine enge Bindung zu Land und Leuten aufgebaut. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Waldbesitz und den Abnehmern wurde durch „Kyrill“ besonders gefordert, war sein Revier mit 100.000 Kubikmetern Schadholz doch ein Schadensschwerpunkt des Forstamtes. Dass nun zum Ende seiner Dienstzeit mit dem Sturm Friedrike, der Dürre und dem Borkenkäfer im Wald erneut eine Krisensituation herrscht, ist für den angehenden Pensionär eine Belastung. Gemeinsam mit den Waldbesitzenden, Forstunternehmen und Sägewerken arbeitete Hartmut Piontek auch in seinen letzten Wochen als Förster in Eslohe mit Herzblut an der Bewältigung dieser Herausforderungen. Zur Seite stand ihm da bereits Janine Kohnen-Kamp, die als seine Nachfolgerin seit 1. September die operative Verantwortung im Revier übernommen hat. Die Paderbornerin hat nach ihrem Eintritt in die Landesforstverwaltung zunächst als Revierleiterin im Kreis Steinfurt gearbeitet, bevor sie aus familären Gründen ins Sauerland gezogen ist. Im Forstamt Oberes Sauerland ist die zertifizierte Waldpädagogin seit Jahren ein Aktivposten in der waldbezogenen Umweltbildung. Janine Kohnen-Kamp wollte jetzt aber wieder zurück zu ihren Försterinnen-Wurzeln und hat sich deshalb für den Wechsel ins Betreuungsrevier entscheiden.

„Wir freuen uns sehr über diesen nahtlosen personellen Übergang im Revier Eslohe“, meint Forstamtsleiter Frank Rosenkranz. „Gerade in diesen für den Wald schwierigen Zeiten lassen wir den Waldbesitz nicht allein und werden versuchen, die Kalamität gemeinsam mit den Eigentümern zu bewältigen und zukunftsfähige Bestände aufzubauen.“ In der Tat sei es so, dass derzeit alle Waldfunktionen unter der Kalamitätssituation leiden. Deshalb gebe es einen enormen Beratungs- und Handlungsbedarf in der Fläche. „Frau Kohnen-Kamp wird durch ihre Esloher Reviernachbarn und das Forstamt beim Start bestmöglich unterstützt. Gemeinsam mit den Waldbesitzenden werden wir die anstehenden Aufgaben anpacken und daran arbeiten, den Wald für kommende Generationen bestmöglich weiterzuentwickeln“, ist sich Olaf Ikenmeyer, zuständiger Fachgebietsleiter des Forstamtes, sicher.

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