Realschule Eslohe spendet für Aufbau der Schulen in Guatemala

Hoffnung geben

Maria Beule, Paul Schauerte, Theresa Bürger und Lars Munkelwitz mit dem Spendenscheck (v.l.).

Die Realschule Eslohe spendet für Aufbau der Schulen in Guatemala.

In Seconón hatte die Junge Union Nordrhein-Westfalen Ende der 1980er Jahre eine Schule mit zwei Klassenräumen und einer Gesundheitsstation gebaut. Gut ein halbes Jahr später, trafen sich etwa 20 junge Leute und gründeten den Verein „Esperanza“. (Spanisch, zu Deutsch: Hoffnung). Die meisten von ihnen waren bei dem Arbeitseinsatz in Chitay dabei. Esperanza e.V. ist eine unabhängige Nicht-Regierungsorganisation, die sich 1992 in Bestwig (Hochsauerlandkreis, NRW) gegründet hat und sich schwerpunktmäßig in Guatemala und Deutschland entwicklungspolitisch durch die Finanzierung von Schulbauprojekten engagiert.

Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, sodass die Spenden zu 100 Prozent nach Guatemala überwiesen werden. Verwaltungskosten werden aus Mitgliedsbeiträgen finanziert. Guatemala liegt in Mittelamerika. Es gibt eine 240 Kilometer lange Küste zum Pazifischen Ozean und auch eine kleinere karibische Küste zum Atlantischen Ozean. Im Norden grenzt Guatemala an Mexiko, im Osten an Belize und im Südosten an Honduras und El Salvador.

Die ehemaligen Schülersprecher der Realschule Eslohe, Theresa Bürger und Lars Munkelwitz konnten einen Scheck in Höhe von 500 Euro in Empfang nehmen. Weitere 250 Euro gehen an den Förderverein der Realschule. Bei der Abschlussfeier der Entlass - Schüler im Sommer 2014 war mehr Geld eingesammelt worden als benötigt wurde. Den Überschuss von 10 Euro pro Schüler spendeten sie für diesen Guten Zweck, berichten Maria Beule aus Hengsbeck und Paul Schauerte aus Bad Fredeburg. Beide Schüler wissen, wovon sie reden. Paul Schauerte ist nach dem ersten Vorsitzenden Timo Peters, dem zweiten Peter Liese, dritter Vorsitzender des Vereins „Esperanza“.

Im Jahr 2011 war Paul Schauerte viele Wochen zu einem Arbeitseinsatz in Guatemala. Der Arbeitseinsatz von Maria Beule in diesem Sommer ebenfalls bei einem Schulbauprojekt, aktiv als Arbeiter ist noch frisch. „Als Ansprechpartner am Bau der Schule gab es einen Architekten, der alles koordinierte. Meine Tätigkeit war das Sieben von feinem Sand und mittleren Steinen. Auch viele Einheimische Bürger arbeiten am Bau. Dies ist so gewollt, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten und einen Bezug herzustellen: dies ist „unsere Schule“, berichtet Maria Beule. „Guatemala hatte uns alle schnell in seinen Bann gezogen: die Schönheit des Landes und vor allem die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen - trotz ihrer oftmals existenzbedrohenden Armut“, erzählt Paul Schauerte. Inzwischen hat Esperanza über 42 Schulen in Guatemala gebaut. 1990 reiste Dr.

Peter Liese, damals noch Medizinstudent, mit Dr. Frank Röschinger, einem Augenarzt aus Ahlen, für drei Monate nach Guatemala, wo die beiden Mediziner auf Initiative der Jungen Union Nordrhein-Westfalen mehrere Wochen im staatlichen Krankenhaus der 30.000-Einwohner-Stadt Antigua arbeiteten. Schwerpunkt des Guatemala-Aufenthalts aber war der Besuch von Seconón, einem kleinen Dorf im Regenwald Guatemalas in der Region Alta Verapaz gelegen. Eine Woche lang hielten die beiden Ärzte in dem 800-Einwohner-Dorf ihre Sprechstunden ab, und die Menschen standen Schlange. Kranke wurden behandelt und mit Medikamenten aus Deutschland versorgt. Die beiden Mediziner gaben Tipps für bessere Hygiene und eine ausgewogenere Ernährung.

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