„Das Engagement ist groß“

Kapellenweg rund um Reiste soll im Mai fertig werden 

Mit großem Engagement arbeiten die Reister an der Fertigstellung des Kapellenweges.

Reiste. In Reiste und den dazugehörigen sieben Ortschaften wird zurzeit fleißig gewerkelt. „Die Arbeiten zum Leader-Projekt ‘Kapellenweg des Reister Kirchspiels’ sind in vollem Gange“, berichtet Martina Nolte, ehemalige Vorsitzende des Kirchenvorstandes der St.-Pankratius-Gemeinde Reiste. Bereits am 19. Mai soll der neue Rundwanderweg im Rahmen einer Feier der SGV-Abteilung eingeweiht werden.

„Wir sind jetzt in der Umsetzungsphase. Waldsofa, Bänke oder Schilder werden zurzeit gebaut und, sobald es das Wetter zulässt, aufgestellt“, berichtet Martina Nolte. Gemeinsam mit der SGV-Abteilung Reiste, die bei diesem Projekt federführend ist, dem Verkehrsverein und den einzelnen Ortsbeauftragten hatte sie die von Friedrich Reinert stammende Idee eines Rundwanderweges vorangetrieben (wir berichteten). Ende des Jahres sei dann die Zusage der Bezirksregierung für Leader-Fördermittel über rund 23.000 Euro eingetroffen. Das insgesamt 33.000 Euro teure Projekt solle nun bis Anfang Mai umgesetzt werden.

Der Kapellenweg soll, wie der Name schon sagt, die Kapellen der einzelnen Orte des Kirchspiels Reiste in den Mittelpunkt stellen. Ziel sei es, Einheimischen und Wanderern die liebevoll renovierten und gepflegten Kapellen zugänglich zu machen sowie gleichzeitig die Schönheit der landwirtschaftlich geprägten Dörfer zu präsentieren und Geschichtliches wieder vertraut zu machen.

Zielgruppen seien vor allem Wanderer, die einen erlebnis- und abwechslungsreichen Weg mit Stationen zum Innehalten suchen, Aussichten in alle Himmelsrichtungen genießen und geschichtsträchtige Teilstrecken wie Totenweg, Gedenkkreuz oder alter Schulweg (jeweils mit Info-/Schautafeln über Geschichtliches und Aktuelles) erleben möchten.

Ausgangspunkt der gut 24 Kilometer langen Strecke ist die renovierte Pfarrkirche St. Pankratius in Reiste, in der unter anderem die geschichtsträchtige, restaurierte Orgel und viele Kunstdenkmäler zu sehen sind.

Im weiteren Verlauf führt der Rundweg durch die hauptsächlich landwirtschaftlich geprägten Dörfer. Eine zusätzliche Variante über insgesamt 29 Kilometer führt über den Ort Sögtrop (Stadt Schmallenberg), der Mitte des 15. Jahrhunderts zum Kirchspiel Reiste gehörte. Die Wegezeichnung erfolgt mit dem Logo des Kapellenweges.

Einweihungsfeier für 19. Mai geplant

Am Ziel im Reister Tal soll eine Streuobstwiese mit Obstbäumen alter Sorten entstehen. Mit einem Holunderstrauchrein, einer Wildblumenwiese und einer „Riesenbank“ werde der Wasserbeschaffungsverband Reiste für einen zusätzlichen Hingucker sorgen. Als weitere Besonderheiten sind unter anderem eine Sonnenuhr, ein Insektenhotel, ein Aussichtsfenster aus Weideästen, verschiedene Bankvarianten oder eine Skulptur mit alten Kirchenglasscheiben geplant.

Als kleine Erinnerung werde ein Stempelpass angeboten, der mit entsprechenden Stempeln der jeweiligen Schutzpatrone an den Kapellen vervollständigt werden kann. Wer die gesamte Strecke bewältigt und den Pass vervollständigt, erhält ein kleines Geschenk. Geplant sei zudem eine eigene Wanderkarte mit Informationen zur Gastronomie und zu den Kapellen und Dörfern.

Apropos Dörfer: Der Kapellenweg solle auch ein Symbol für das lebendige Dorfleben sein. Denn in allen Orten rund um Reiste werde das Vereinsleben und Ehrenamt groß geschrieben – so auch in der Vorbereitung und Umsetzung des Projektes, an der viele Ehrenamtliche mitwirken. „Der Zusammenhalt und das Engagement in der Dörfern ist wirklich groß“, sagt Martina Nolte.

So stellt beispielsweise jedes Dorf ein eigenes Infoschild an den Kapellen und eine Wald- und Wiesenstation auf. Neben den Ortsvorstehern wirken jeweils Ehrenamtliche an der Umsetzung in den Orten mit, damit das Vorhaben pünktlich zur Einweihung fertig ist.

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Martina Nolte mit Blick auf die geplante Feier zur Eröffnung des Kapellenweges am 19. Mai.

Der Verlauf:

 Nach dem Start an der St.-Pankratius-Kirche führt der Rundweg über Niederreiste (14-Nothelfer-Kapelle Mater dolorosa), Beisinghausen (St.-Margarethen-Kapelle), Landenbeck (St.-Barbara-Kapelle), bei Variante zwei über Sögtrop (St.-Blasius-Kapelle), Herhagen (St.-Laurentius-Kapelle), Nichtinghausen (St.-Bernhard-Kapelle), Erflinghausen (St.-Lucia-Kapelle), Büenfeld (Kapelle ad visit B.M.V. Maria Heimsuchung), Büemke (St.-Agatha-Kapelle), über den alten Schulweg wieder zurück nach Reiste. Insgesamt hat der Wanderer 500 Höhenmeter zu überwinden – 552 für die Variante mit Sögtrop.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare