Kapitän Alfred Gödde verlässt Brücke

CDU-Ortsverband Cobbenrode mit neuem Vorsitzenden

Der CDU-Ortsverband Cobbenrode tagte jüngst.

Cobbenrode. Mehr als 25 Jahre hat Alfred Gödde aus Leckmart den CDU-Ortsverband Cobbenrode als Erster Vorsitzender sicher durch den ein oder anderen Sturm führen dürfen. Am Sonntag war Schluss für ihn. Auf die Frage ob er wehmütig sei, antwortet er lachend: „Auf gar keinen Fall. Ich habe einen tollen Nachfolger und als Beisitzer darf ich noch ein bisschen mitarbeiten. Das reicht mir im Rentenalter völlig aus.“

Alfred Gödde bewirtschaftet auf seinem Hof in Leckmart die eigene Land- und Forstwirtschaft. Und auch da hat er die Nachfolge geregelt. Der Hof wird seit zwei Jahren durch Sohn Frank geführt. Alfred Gödde war von 1989 an über zwei Jahrzehnte Mitglied des Rates der Gemeinde Eslohe (Sauerland) und von 1989 bis 1999 Vorsitzender des Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Rat 2014 war er von 1999 an 1. bzw. 2. stellvertretender Bürgermeister. Alfred Gödde erhielt wegen seiner besonderen ehrenamtlichen Verdienste am 8. Januar 2010 die Ehrenmedaille der Gemeinde Eslohe.

Als Nachfolger wählte die Versammlung einstimmig Klaus-Peter Hoffman. Er war bisher Geschäftsführer im CDU-Ortsverband Cobbenrode und ist durch vielfältige Tätigkeiten im Ort bekannt „wie ein bunter Hund“. Hoffmann ist 49 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und ist Betriebsleiter bei der Firma RuckgaberBrüggemann Orthopädie Service GmbH. In ihrem Amt als stellvertretende Vorsitzende wurde Felizitas Henders bestätigt. Zur neuen Kassiererin wählte die Versammlung Ulla Schmidt. Als Beisitzer wurden gewählt Doris Schön, Dietmar Köster, Andreas Kranauge und Alfred Gödde.

Diskussion über aktuelle Themen

Klaus-Peter Hoffmann durfte in seinem neuen Amt als Vorsitzender sofort vier Ehrungen für 40 Jahre Mitgliedschaft in der CDU vornehmen. Franz Sommer, Richard Schneider, Antonius Geuecke und Alfred Gödde nahmen die Ehrennadel vom neuen Vorsitzenden entgegen.

Als Gast bei der Ortsverbandsversammlung war neben dem Gemeindeverbandsvorsitzenden Christian Siewers Bürgermeister Stephan Kersting geladen. Sie berichteten und diskutierten mit den Anwesenden viele politisch aktuelle Themen.

Bürgermeister Kersting gab einen kurzen Blick auf den Haushalt der Gemeinde Eslohe. Weitere Themen waren die Investitionspläne in der Gemeinde mit über 2,3 Millionen Euro 2016 sowie die Dorferneuerung in Cobbenrode.

Ortsbeauftragter Heberling regt an, im Zuge des neuen Dorfentwicklungsprogrammes IKEK (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) Arbeitsgruppen in Cobbenrode und Umland zu bilden, um gezielte Entwicklungen im Dorf und den Ortschaften um Cobbenrode herum entstehen zu lassen. Auf die Frage nach der Schullandschaft in Eslohe berichtete Bürgermeister Kersting, dass sowohl die Grundschulen wie auch die weiterführenden Schulen (Haupt- und Realschule) lang- bis mittelfristig auf kerngesunden Füßen stehen. Alle Schulleiterstellen seien in den letzten zwei bis drei Jahren durch neue, sehr engagierte und hochqualifizierte Pädagogen besetzt worden.

Weiterhin wurde berichtet, dass die Gemeinde Eslohe in 2016 bisher keine Flüchtlinge zugewiesen bekommen hat. Das liege daran, dass die Ballungsgebiete bisher ihre Flüchtlingsquote noch nicht erfüllt hatten. Ab Juni müsse man aber wieder mit Flüchtlingszuweisungen rechnen. „Deshalb könnte man auch auf den Bau von Flüchtlingsunterkünften nach momentanen Stand nicht verzichten“, so Bürgermeister Stephan Kersting.

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