Langfristig gerechter

(eb)

"Ein großes Thema heute", so Bürgermeister Reinhold Weber zu Beginn der Sondersitzung des Gemeinderates über die Einführung der gesonderten Niederschlagswassergebühr in der Gemeinde Eslohe.

"Es gibt viel Arbeit für die Verwaltung, aber eine wesentlich größere Gerechtigkeit für alle Bürger der Gemeinde", erklärte Weber. Mit Einführung der getrennten Veranlagung wird keine zusätzliche Gebühr erhoben, sondern die bestehende Abwassergebühr wird lediglich in zwei gesondert berechnete Bereiche aufgeteilt. Die Kosten für die Beseitigung des Niederschlagswassers waren auch bisher schon in die bestehende Abwassergebühr eingerechnet.

Gerechter Maßstab

Künftig wird sie nach einem gerechteren Maßstab, Verursacherprinzip, verteilt werden. Um die privaten, befestigten und an die Kanalisation angeschlossenen Flächen zu erfassen hat bereits im Mai eine Befliegung stattgefunden. Hier sind alle Grundstücke erfasst worden. Als private Flächen gelten die privaten, befestigten und an die öffentliche Kanalisation angeschlossenen Grundstücks- und Dachflächen. Die Gemeinde Eslohe beauftragte die Firma WTE um Unterstützung. Kay Watermann, Projektentwickler der Firma WTE mit Hauptsitz in Essen, erläuterte den Ratsmitgliedern die weitere Vorgehensweise. "Es ist notwendig große Datenmengen zu erfassen und zu verwalten.

Die WTE versteht sich als Unterstützer kommunaler Auftraggeber, sie zu beraten und zu unterstützen bei der rechtssicheren Erhebung von Gebühren", referierte Watermann. Wichtig sei das einbeziehen der Bürger in dieses Verfahren.

Den Grundstückseigentümern werden die Lagepläne mit den erfassten Daten aus der Luft ins Haus geschickt. Hierzu hat jeder die Möglichkeit seine Angaben über versiegelte Flächen seines Grundstücks zu machen. Weiter wird als Bürgerberatung vor Ort ein Info-Bus in den Dörfern der Gemeinde Station machen und Beratung anbieten. "Zu den Kosten kann man derzeit noch keine Angaben machen, dazu müssen zunächst einmal alle Daten vorliegen und ausgewertet sein", erklärte Kämmerer Franz-Josef Dünnebacke.

Abschließend sagte der Bürgermeister Reinhold Weber: "Von der Gerechtigkeit her, ist es langfristig eine gute Sache. Jeder Bürger wird bei diesem Verfahren gerecht und vernünftig behandelt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare