Langfristige Sicherung

Bernhard Fuchte auf der erworbenen Fläche der Schutzzone am Pumpenhausgebäude. Foto: Erika Biskoping

Der Vorstand des Wasserbeschaffungsverbandes Reiste-Büenfeld mit seinem Verbandsvorsitzenden Bernhard Fuchte ist stolz auf seine geleistete Arbeit zur Sicherung der Trinkwasserversorgung und Trinkwasserqualität für Reiste, Büenfeld und Büemke. "Anfang des Jahres haben wir mit den Arbeiten begonnen. Unser Verband hat zuverlässige Mitglieder. So konnten wir durch Eigenleistung viele notwendige Maßnahmen, unter anderem die Technik-Erneuerung im Pumpenhaus stemmen", lobte Fuchte.

Der Wasserbeschaffungsverband Reiste-Büenfeld versorgt die Ortschaften Reiste, Büenfeld und Büemke. Mit der Jahresproduktion von rund 50.000 Kubikmetern Trinkwasser werden 223 private Haushalte und Gewerbebetriebe mit zirka 1000 Nutzern versorgt. Das Trinkwasser wird seit Jahrzehnten aus den Quellen Reinspring am Ortsrand Reiste und der Quelle Balscheid, gelegen zwischen den Ortschaften Büenfeld und Büemke, gewonnen. Die dritte Quelle in Nähe der Schützenhalle und des Sportplatzes in Reiste wurde vor zwei Jahren außer Betrieb genommen.

Die Wasserschutzzone oberhalb des Quellbereichs Reinspring hat sich in den vergangenen Jahren durch mehrere Stürme stark verändert. Viele Bäume sind entwurzelt oder umgestürzt. Dadurch wurden die Bodendeckschichten zerstört und wichtige Schutzfunktionen beeinträchtigt. Es bestand konkret ein erhöhtes Risiko für die Trinkwasserqualität.

Notwendige Maßnahmen

Seit mehreren Jahren, aber dann intensiv seit Anfang 2010, wurden umfangreiche Beratungen mit dem Grundstückseigentümer Georg von Weichs, Gemeinde Eslohe, dem Gesundheitsamt sowie der Unteren Wasserbehörde HSK geführt. Es wurde eine Vereinbarung über die Nutzung und Bewirtschaftung des Wassereinzugsgebietes getroffen.

Das Grundstück Ouellfassung Reinspring mit einer erweiterten Schutzzone von insgesamt 31.804 Quadratmetern wurde Mitte dieses Jahres für 35.000 Euro gekauft. Die erworbene Fläche soll im Frühjahr 2012 als naturnaher Wald mit verschiedenen Laubbaumarten aufgeforstet werden, um auch in Zukunft eine einwandfreie Trinkwasserqualität zu gewährleisten.

Eine weitere wichtige Maßnahme in diesem Jahr war die Sanierung des Quellbereiches Balscheid. Erhöhte Trübungswerte nach Starkregen im Rohwasser gaben den Ausschlag für die notwendige Baumaßnahme. Die Quelle wurde freigelegt und neu gefasst. Es wurden Drainagen für das Oberflächenwasser verlegt und die Quellfassung wurde drei Meter mit Erdreich überdeckt.

Das Pumpenhausgebäude und die Wasserkammern wurden neu abgedichtet, Gussleitungen und Schieber, sowie die Elektroanlage erneuert. Die Gesamtkosten hierfür sind mit 25.000 Euro veranschlagt. Mit Beschluss der Verbandsversammlung vom März werden diese Investitionen finanziert über eine Erhöhung der monatlichen Grundgebühr von 6 auf 10 Euro. Die Gebührenerhöhung ist zunächst auf dreieinhalb Jahre befristet.

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