1887 Stunden im Einsatz

Löschzug der Gemeinde Eslohe zieht Bilanz bei Agathafeier 

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Christoph Hoffmann (l.) zeichnete langjährige Mitglieder der Feuerwehr aus: (v.l.) Michael Quinkert, Thomas Molitor, Alexander Rehberg, Kaspar Winkelmeyer, Reinhard Mester (es fehlt Georg Gabriel). 

Eslohe. Sie alle verbindet das gleiche Ziel, in Not geratenen Menschen Hilfe zu bringen. Sie tun dies auch unter den Schwierigkeiten und Gefahren, die der Feuerwehralltag mit sich bringt. Und dabei stellen sie sich ihrer ehrenamtlichen und freiwillig übernommenen Tätigkeit nach wie vor gern. Sie wissen, dass eine Gemeinschaft nur Bestand haben kann, wenn sich der einzelne in voller Verantwortung in die übernommenen Aufgaben einbringt. Brandoberinspektor Kaspar Winkelmeyer begrüßte die große Anzahl Kameradinnen und Kameraden des Löschzugs der Gemeinde Eslohe zur Agathafeier.

Er hielt einen Rückblick auf das vergangene Jahr und belegte dieses mit Zahlen. Der Löschzug Eslohe wurde im Jahr 2018 zu 48 Einsätzen alarmiert. Im Jahr zuvor waren es elf Einsätze weniger. Die Einsätze staffelten sich in: vier mittelschwere Brände, zehn Kleinbrände, drei Schornsteinbrände, zehnmal Auslösen einer Brandmeldeanlage, 15 technische Hilfeleistungen, vier Öleinsätze, drei Einsätze zur Menschenrettung, zweimal Fehlalarm, einmal Unterstützung des Rettungsdienstes (Tragehilfen), eine Tierrettung, sowie fünf Alarmierungen ohne Einsatz.

Durch die geleisteten Einsätze plus die Stunden der Übungsabende kam die Wehr auf insgesamt 1887 Einsatzstunden. Diese Stundenzahl berücksichtigt nicht die besuchten Seminare und Lehrgänge. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl an den Dienstabenden betrug 25.

Eine weitere Gruppe ist die First-Responder-Einheit. Sie wurde zu 20 Einsätzen gerufen. Die Einheit traf sich zu neun Fortbildungsveranstaltungen und hat zurzeit 21 Mitglieder. Somit hatte der Löschzug Eslohe eine Gesamtzahl von 78 Einsätzen.

Der LZ Eslohe besteht zurzeit aus 41 Kameraden und drei Kameradinnen. Die Ehrenabteilung zählt 13 Kameraden. Die Jugendfeuerwehr auf Gemeindeebene, unter der Leitung von Thomas Gerhard, hat 57 aktive Anwärter. Sie werden von zwölf Ausbildern betreut.

Eine Gruppe hat erfolgreich am Leistungsnachweis der Feuerwehren im HSK in Velmede-Bestwig teilgenommen. Auch hier konnten Kameraden für wiederholte Teilnahme ausgezeichnet werden.

Reinhard Mester, stellvertretender Bürgermeister, überbrachte Grüße der Gemeinde Eslohe im Namen von Rat und Verwaltung. Er verkündete, dass Wehrleiter Christoph Hoffmann bei der Anhörung durch den Kreisbrandmeister von der Gemeindefeuerwehr für weitere sechs Jahre zum Wehrleiter vorgeschlagen wurde.

„Aufgaben werden komplexer“

Reinhard Mester zeigte sich begeistert vom Feuerwehrhaus am Eingang von Eslohe: „Das ist jetzt schon fast zwei Jahre her und vergessen ist die viele Arbeit, Standortfrage, Vorbereitung, und kaum einer denkt noch an den beengten alten Standort am anderen Ende des Ortes“. Die Arbeit der Feuerwehr gehe weiter und man könne nicht sagen: Es ist alles gut so, wir brauchen die nächsten zehn Jahre keine Anschaffungen mehr zu tätigen. Die Aufgaben für die Feuerwehr würden immer komplexer und dafür müsse sie aufgerüstet sein. „Und das“, so Mester, „ist die Aufgabe einer Kommune.“

Im Haushalt 2019 sind für das Projekt Brandschutz, Gefahrenabwehr und Gefahrenvorbeugung Aufwendungen in Höhe von 375.000 Euro veranschlagt. Es wurden unter anderem ein Fahrzeug mit Ausrüstung und Funk für den Messtrupp bestellt, in Zusammenarbeit mit dem HSK. Der weitere Ausbau der Meldeempfänger auf Digitalfunk werde erfolgen. Durch die Änderung im Atemschutz auf Überdrucktechnik der Masken sei ein neues Prüfgerät erforderlich.

Als weitere Investitionen im Bereich Brandschutz sind unter anderem für Feuerlöschteiche zusätzlich 45.000 Euro veranschlagt. Dies gut angelegte Geld, berichtete Mester. „Aber was wäre das alles ohne die Feuerwehrfrauen und -männer, die ihren Dienst tun, sich in Lehrgängen schulen, Übungen durchführen, damit die den Bürgerinnen und Bürgern, die in Not geraten sind, helfen oder aus Notsituationen zu retten, Ihnen allen gilt aufrichtiger Dank“.

Zahlreiche Beförderungen

Wehrleiter Christoph Hoffmann beförderte folgende Feuerwehrleute: Hauptbrandmeister Marc Knippschild zum Brandinspektor, Brandmeister Alexander Rehberg zum Oberbrandmeister, Oberfeuerwehrmann Ralf Erves zum Unterbrandmeister, Feuerwehrmann Robin Limberg zum Oberfeuerwehrmann, Feuerwehrmann-Anwärter Matthias Berger zum Feuerwehrmann. Für treue Pflichterfüllung wurden Alexander Rehberg, Michael Quinkert, Kaspar Winkelmeyer und Georg Gabriel für 25 Jahre ausgezeichnet. Auf 35 Jahre Dienst in der Feuerwehr schaut Thomas Molitor.

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