„Wellness pur“ für die Füße

Neuer Barfußpfad: Reister Kapellenweg um eine Attraktion reicher

Waren für den Barfußpfad im Einsatz: (v.l.) Nils Weinbrenner, Karl Berghoff, Martina Nolte, Bernhard Fuchte, Alfons Plett und David Schulte.

Reiste - Der Reister Kapellenweg ist um eine weitere Attraktion reicher. Unterhalb der Riesenbank wurde jetzt im Bereich der Streuobstwiese ein Barfußpfad erstellt.

Wer nach der Bewältigung des 28 Kilometer langen Kapellenweges ein letztes Mal rasten möchte, bevor mit der Reister Ortsmitte der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht wird, kann seinen Füßen hier etwas Gutes tun: Schuhe und Strümpfe ausziehen, die verschiedenen Naturmaterialien unter den Füßen spüren und anschließend abbrausen – „Wellness pur“ für die Füße. 

Förster Nils Weinbrenner, David Schulte und Karl Berghoff vom SuS Reiste, Alfons Plett, Bernhard Fuchte, Martina Nolte sowie zahlreiche Kinder waren an der Fertigstellung des Pfades beteiligt. Die Erwachsenen hatten einige Stunden bei Wind und Wetter gewerkelt; die Kinder sorgten mit dem Sammeln von Naturmaterialien wie Moos und Tannenzapfen jetzt dafür, dass die einzelnen Felder befüllt werden konnten. 

Finanziert wurde das Projekt durch die Förderung „Heimatscheck“ des Landes NRW in Höhe von 2000 Euro sowie durch Materialspenden. Die Idee zu dem Projekt hatte Bernhard Fuchte bereits vor der Entstehung des Kapellenweges, jedoch war die gleichzeitige Umsetzung zu aufwändig. „Bei den IKEK-Veranstaltungen 2017 wurde das Grundstück vom Wasserbeschaffungsverband (WBV) bereits als Naherholung, Naturschutz und als Lernwald für schulische Zwecke vorgestellt. Statt Förderung über das IKEK-Programm wurde das Leader-Förderprogramm genutzt, den Reister Kapellenweg mit Einbindung der Waldfläche des WBV ,Reinspring‘ zu gestalten. Dank an Elmar Lumme, den Vorsitzenden des WBV, für die Unterstützung“, so Bernhard Fuchte. 

Für die liebevolle Beschilderung des neuen Barfußpfades sorgte Manfred Kückenhoff.

Des Weiteren wurden auf der Streuobstwiese selbst gebaute Julen (Sitzgelegenheit für Greifvögel) zur Bekämpfung der Wühl-/Schermaus aufgestellt. Für Schulen und Kindergärten werden bereits Ausflüge im Rahmen der Umweltbildung geplant, die zusammen mit fachlichem Personal des Forstamtes stattfinden sollen. Die Streuobstwiese und die darüber liegende Naturfläche bieten sich geradezu an, um Kindern die Artenvielfalt der Natur sowie die Falknerei und Imkerei vorzustellen. Petra Wirxel aus Herhagen will Bienenvölker hierfür zur Verfügung stellen. 

Auch im Bereich der Erwachsenenbildung ist eine Veranstaltung für Baumschnitt und Veredelung alter Obstsorten denkbar. Diese Aktivitäten werden voraussichtlich jedoch frühestens für den Herbst oder das nächste Jahr geplant, wenn die zurzeit herrschende Pandemie derartiges ohne Einschränkungen zulässt. 

„Ich finde es lobenswert, dass es mal wieder gelungen ist, mit ehrenamtlichem Engagement und eigener Initiative ein derart schönes Projekt ohne finanzielle Unterstützung der Kommune zu verwirklichen“, freut sich Martina Nolte über den neuen Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen. Der SGV Reiste weist auch hier wieder darauf hin, dass der Bereich nicht mit Kraftfahrzeugen angefahren werden darf.

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