Pfarrer ins Amt eingeführt

Peter Liedtke ist nun neuer Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe

Nach der Einführung des neuen Pfarrers: Jürgen Rademacher, Dr. Sandra Gintere, Superintendentin Simone Conrad, Ursel Groß, Peter und Christine Liedtke, Ludger Vornholz

Eslohe/Dorlar– „Du bringst Saat aus – das Evangelium der Liebe Gottes, sein Wort der Zuwendung, das durch dich in Wort und Tat zu den Menschen unterwegs ist“, freute sich Pfarrerin Simone Conrad als neue Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein, als sie eine ihrer ersten Amtshandlungen nach Eslohe brachte.

Am Erntedank-Tag führte sie Peter Liedtke als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe ins Amt ein. Bereits seit August versieht der 61-Jährige seinen Dienst in der nördlichsten Kirchengemeinde des Wittgensteiner Kirchenkreises. Die wichtigste Änderung dabei: Hatte sein Vorgänger Jürgen Rademacher noch eine ganze Pfarrstelle, ist es nun nur noch eine 50-Prozent-Stelle für die rund 1100 Gemeindeglieder. Die zweite Hälfte von Peter Liedtkes Stelle ist mit „Flüchtlingsarbeit und Vertretungsaufgaben im Kirchenkreis“ überschrieben. 

Kurz umriss Simone Conrad Peter Liedtkes Lebenslauf: „Du bist ja schon viele Jahre unterwegs als Gärtner in Gottes Garten – am 1. Oktober 1986 wurdest du Vikar in Münster und dienst seitdem Gott und unserer Kirche in verschiedenen Aufgaben und Bereichen. Hier im Kirchenkreis Wittgenstein warst du lange Pfarrer in Gleidorf, wurdest 2014 als stellvertretender Assessor gewählt und hast im Sommer 2016 die Arbeit in der Kreispfarrstelle für Projekt- und Flüchtlingsarbeit übernommen. Ein erfahrener und umsichtiger Gärtner bist du.“ 

"Mit Abstand, aber doch mit Nähe"

Bei Peter Liedtkes feierlichen Einführung standen Simone Conrad die Gleidorfer Pfarrerin Ursel Groß und Peter Liedtkes Ehefrau Christine als Assistentinnen zur Seite, Segens-Zusprechungen gab es von Presbyter Nils Weinbrenner aus Reiste, von der Winterberger Pfarrerin Dr. Sandra Gintere, von dem katholischen Esloher Pfarrer Ludger Vornholz und von Jürgen Rademacher, dem früheren evangelischen Pfarrer in Eslohe. 

Über den Segen dachte Peter Liedtke auch in seiner Predigt entlang des Psalmworts „Der Herr gedenkt unser. Er segnet uns.“ nach: „Gerne möchte ich als Pfarrer der Kirchengemeinde Dorlar-Eslohe sein Werkzeug sein und versuchen, ihm nicht im Wege zu stehen, wenn er Segen entfalten will. Ob durch mich, durch das Presbyterium oder durch die vielen engagierten Mitarbeitenden der Gemeinde spielt dabei keine Rolle. Gerne möchte ich mit Ihnen und Euch unterwegs sein, mit Abstand, aber doch mit Nähe, damit wir einander das Mitgehen Gottes bezeugen können. Dabei bin ich genauso auf Sie und Euch angewiesen wie Ihr es vielleicht umgekehrt empfindet.“ 

Musik spielte eine wichtige Rolle

Auch wenn die Gemeinde – immerhin hatten sich nach den Abstands- und Hygiene-Regeln 76 Besucher eingefunden – im Gottesdienst momentan nicht gemeinsam singen darf, spielte die Musik dennoch eine wichtige Rolle. Bei den Gesangbuch-Liedern, die Anastasia Mazanov-Miller auf dem Klavier spielte und zu denen Christine Liedtke allein sang, während die Gemeinde summen durfte. Außerdem gab es weltliche Instrumentalstücke: „Danny Boy“ in der Kirche, den Nabucco-Gefangenchor beim Auszug aus der Kirche und die „Ode an die Freude“ vor der Kirche. Für die ersten beiden war ebenfalls Anastasia Mazanov-Miller zuständig, für das dritte die Parforcehorn-Bläser Homert. Passend zu Anlass und Musik traf sich die Fest-Gemeinde zum gemütlichen Beisammensein unter freiem Himmel.

Die Einführungsworte von Superintendentin Simone Conrad, die komplette Predigt von Peter Liedtke und mehr Fotos von dem Tag gibt es auf der Homepage des Wittgensteiner Kirchenkreises unter www.kirchenkreis-wittgenstein.de.

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