„Tiger“ Hermann Gerland als "Stargast"

Prominente Trainer zu Gast beim Fußballlehrer-Lehrgang in Cobbenrode

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Hermann Gerland (vorn, 2. v. r.) fühlte sich in Cobbenrode sichtlich wohl. Das gilt auch für (v. l.) Bernd Löseke (Ex-Coach von Langscheid), Heiko Hofmann (Hüsten 09), Helmut Meisterjahn (FC Cobbenrode) und Roland Koch (ehemaliger Assistent von Christoph Daum), die ebenfalls in der ersten Reihe Platz genommen hatten.

Cobbenrode. Fußball-Training 2.0: Es ging zur Sache, bis ins kleinste Detail. Die 14 Muster zur Spieleröffnung eines Innenverteidigers im 4-2-3-1-System oder schnell entscheiden und schnell handeln: der Footbonaut für Jedermann. Gut 80 Fußballlehrer trafen sich in Cobbenrode, um die neusten Trends moderner Trainingslehre kennenzulernen. Prominentester Teilnehmer neben dem deutschen Chefausbilder Frank Wormuth: Hermann Gerland, Co-Trainer des frisch gekürten Pokalsiegers FC Bayern.

Sascha Eickel gab auf dem Platz den Ton an.

Der „Tiger“ kam direkt aus München ins Sauerland. Gerland, der gebürtige Bochumer, fühlte sich unter den Kollegen sichtlich wohl und traf mit Dieter Richard aus Cobbenrode einen „Kumpel“ wieder, mit dem er 1985 das Fußballlehrer-Examen gemacht hatte. „Ich habe damals unserem Ausbilder Gero Bisanz vorgeschlagen, dass wir in Cobbenrode mit den angehenden Fußballlehrern ein Spiel austragen“, sagte Richard. „Von daher stammen die Kontakte, zumal mit Professor Dieter Teipel ein weiterer Cobbenroder die Fußballlehrer an der Sporthochschule in Köln unterrichtete.“ Die Kontakte wurden seitdem intensiv gepflegt.

Erich Rutemöller, der langjährige Chefausbilder und Vorgänger von Wormuth, verbringt heute noch seinen Urlaub in Cobbenrode.

Diesmal ließ Helmut Meisterjahn, ebenfalls Fußballlehrer aus Cobbenrode, seine Kontakte spielen und erhielt den Zuschlag für die Fortbildung der Verbandsgruppe Westfalen im Bund Deutscher Fußballlehrer.

„Etwas Besonderes für den FC“

„Es ist eine Superangelegenheit und was Besonderes für unseren FC, der in diesem Jahr sein 90-jähriges Jubiläum feiert. Die Veranstaltung hat wunderbar geklappt, sowohl der theoretische Teil in der Schützenhalle als auch der praktische im Hessenbergstadion.“ Eine wichtige Rolle spielte der Neheimer Sascha Eickel, derzeit Coach der U19 von Eintracht Braunschweig. Er war neben Maik Halemeier, dem Verbandssportlehrer aus Kaiserau, Hauptreferent der Fortbildungsveranstaltung. Er simulierte die Arbeit mit einem „Footbonaut“, einer computergestützten High-Tech-Ballmaschine, die ähnlich wie eine Tennis-Wurfmaschine Bälle buchstäblich „ausspuckt“ und die Fußballer beim Pass-Spiel zu einem reaktionsschnellen Handeln unter hoher körperlicher Belastung zwingt.

Natürlich wurde die Maschine, dieser 14 x 14 Meter große „Käfig“, nicht installiert, dafür wurden auf dem Kunstgrün des Hessenbergstadions vier Mini-Tore aufgebaut, aus denen den Spielern wechselweise Bälle zugespielt wurden, die sie reaktionsschnell verarbeiten mussten. Es war zu merken, dass die Vorführung mit dem „Footbonaut light“ Spaß machte und bei den Fußballlehrern ankam. Effektiv, so hieß es, sei er allemal.

Und wie ist das mit den 14 Mustern der Spieleröffnung eines Innenverteidigers im 4-2-3-1-System? Frank Wormuth, Leiter der Hennes-Weisweiler-Akademie, stellte sie vor – ohne Anspruch auf „Erfolgsgarantie“. Tenor war, dass die Innenverteidiger bei der Spieleröffnung im modernen Fußball eine zunehmend wichtige Rolle spielen und nicht nur die Spieler mit der Nummer 6.

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