Stammtischmotto lautet: Wenn kein Wind weht, muss man rudern

Unternehmer aus Eslohe und Schmallenberg informierten sich über Breitband und Internet

Eslohe/Schmallenberg. (SK)

Zu einem Unternehmerstammtisch trafen sich Unternehmer aus Eslohe und Schmallenberg auf Einladung der MIT Mittelstandsvereinigung im Forellenhof Poggel in Eslohe, um sich über die Chancen und Möglichkeiten des Internets zu informieren. Ebenfalls eingeladen waren die Mitglieder des Wirtschaftsforums Eslohe und des Erfa-Clubs Schmallenberg.Eindrucksvoll präsentierte zunächst Wolfgang Mattern, einer der Initiatoren für die erfolgreiche Teilnahme der Stadt Arnsberg am T-City-Wettbewerb, welche Möglichkeiten sich für die Unternehmen, aber auch für alle Bürger ergeben, wenn eine Stadt oder Region flächendeckend mit Glasfaserkabeln ausgestattet ist. "Auch wenn wir in Arnsberg nur den zweiten Platz errungen haben und leider nicht in den Genuss der über 100 Millionen Investitionen für die Breitbandverkabelung von T-Com kommen, machen wir weiter. Die Firmen und auch die Bürger haben dank des Wettbewerbs gesehen, dass wir ohne eine optimale Anbindung an die Datenautobahnen ganz klar im Nachteil zu den großen Zentren stehen", so Wolfgang Mattern. In Köln sind zum Beispiel alle Haushalte mit 100 MB Leitungen angeschlossen. Jedem Unternehmen und jedem Haushalt steht so die ganze Palette von Möglichkeiten, die das Internet bietet, voll zur Verfügung. Und das für einen monatlichen Betrag von weniger als 30 Euro. Schlecht versorgte Orte im Hochsauerland dagegen müssen sich nach wie vor mit 64 KB zufrieden geben und können so nur mit viel Geduld Bilder oder andere Dateien aus dem Internet herunterladen. Dies ist besonders für die Unternehmen fatal. Denn immer mehr verlagern sich die ganzen Kommunikationsprozesse auf das Internet. Umfangreiche Pläne, Darstellungen und Dateien werden heute von Rechner zu Rechner geschickt. Aber nur, wer über die richtige Datenverbindung verfügt, kommt auch in den Genuss dieser Möglichkeiten. Wolfgang Mattern plädierte dafür, dass die Unternehmer sich gemeinsam der Sache annehmen sollen und Druck auf die Verwaltungen ausüben müssen, damit sich hier schnell etwas tut. Wörtlich: "Wenn kein Wind weht, dann muss man eben rudern!"

Stefan Glusa, der Projektleiter der neuen Breitbandinitiative im Hochsauerlandkreis, stellte anschließend die konkreten Vorhaben, die sich im HSK ergeben, den interessierten Unternehmern vor.

Großes Interesse wurde deutlich

Die Firmenchefs aus Eslohe und Schmallenberg erfuhren so als erste, mit welchem Nachdruck sich der Hochsauerlandkreis und die unterstützenden Organisationen dem Thema annehmen. In der anschließenden Diskussion wurde das große Interesse der Firmen deutlich, mehr über die Chancen und Möglichkeiten, die sich durch das Inter-net ergeben, zu erfahren. Hermann Hoffe, der Pressesprecher der MIT, dazu: "Wenn die Unternehmer mehr und mehr über die enormen Möglichkeiten wissen, die das Internet bietet, dann werden schnell zusätzliche Geschäftsideen und Produktangebote entwickelt. Den jungen, gut ausgebildeten Menschen aus dem Sauerland können wir dann auch hier attraktive Arbeitsplätze anbieten und sie müssen nicht mehr nach erfolgreichem Schul- oder Studiumabschluss abwandern."

Nach dem ersten Unternehmerstammtisch will die MIT für den Raum Eslohe/Schmallenberg in Zukunft weitere Veranstaltungen dieser Art organisieren. Interessenten können sich auf der Homepage der MIT http://www.mit-hsk.de informieren.

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