„Unklare Rauchentwicklung“ 

Übung mit Absturzsicherung in Cobbenrode

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Speziell ausgebildete Feuerwehrleute in der Absturzsicherung waren bei der Übung gefragt. 

Cobbenrode. Mit dem Alarmstichwort „Unklare Rauchentwicklung im Hotel Hennemann, Menschen in Gefahr“ startete die gemeinsame Zugübung der Löschgruppen Cobbenrode und Wenholthausen. Nach dem Eintreffen der Einheiten erkundeten der Einsatzleiter Rainer Bödefeld sowie die Gruppenführer Oberbrandmeister Kai Schnöde und Gemeindebrandinspektor Johannes Fisch die Lage. Schnell stand fest, dass mehrere Personen auf der Rückseite des Gebäudes, verteilt auf mehreren Balkonen standen, denen der Rettungsweg durch das Gebäude durch giftige Rauchgase verschlossen war.

Cobbenrode.

Hier galt die Menschenrettung als oberste Priorität. Die Brandbekämpfung musste durch nachgeforderte Einheiten durchgeführt werden. So ging folgender Einsatzbefehl „Zur Menschenrettung über Feuerwehrleitern vor“ an die Gruppenführer. Die Löschgruppe (LG) Cobbenrode bekam den Auftrag, die Personen auf dem obersten Balkon im 4. Obergeschoss (OG) mit der dreiteiligen Schiebleiter zu retten. Diese wurde aufgebaut und zwei Kameraden der Absturzsicherung bestiegen die Leiter bis zum dritten Obergeschoss. Von dort aus ging es über eine bauseitig vorhandene Rettungsleiter weiter zum vierten OG. Dort angekommen wurden die zu rettenden Personen auf den Balkon des dritten OG heruntergeführt und über die Schiebleiter aus etwa zwölf Meter Höhe in Sicherheit gebracht.

Die LG Wenholthausen hatte den Auftrag, die Personen auf dem Balkon (3. OG) im angrenzenden Gebäude zu retten. Hier kamen zwei Sätze Steckleitern zum Einsatz. Mit dem ersten Satz erreichte man das Dach des Schwimmbades, von wo aus der zweite Satz der Steckleiter aufgebaut wurde, um die Personen auf dem Balkon im dritten OG zu kommen. Auch hier konnten die Personen über den Leiterweg in Sicherheit gebracht werden. Die geretteten Personen wurde zu einer eingerichteten Sammelstelle gebracht, um von weiteren Feuerwehrkameraden betreut zu werden.

Die Straße „Im Kampe“ wurde auf einer Länge von 200 Metern abgesperrt, damit Fahrzeuge und Geräte entsprechend bewegt werden konnten. Zusätzlich wurde die Rückseite des Hotels mittels eines Notstromaggregates und zwei transportablen Lichtmasten ausgeleuchtet.

„Bei dieser Übung wurde sehr hoher Wert auf die Sicherheit gelegt, da mehrere Personen aus größerer Höhe über Leitern geführt wurden“, so Einsatzleiter Rainer Bödefeld. Die Rettung erfolgte durch speziell ausgebildete Feuerwehrleute in der Absturzsicherung. Erstmalig konnte diese Übung an einem realen Objekt stattfinden. Die Geschäftsführung des Hotels Hennemann hatte dies möglich gemacht.

An der Übung nahmen 45 Feuerwehrkameraden/innen teil, davon wurden fünf Jugendfeuerwehrleute als Statisten eingesetzt.

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