Ziel des Vereins ist erreicht

Verein PRO – Projekt Reister Orgel zieht positive Bilanz

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Ziel erreicht: Der Vorstand des Vereins PRO – Projekt Reister Orgel bei seiner jüngsten Versammlung.

Reiste - „Eine Sitzung, die schon in der Nach-Zeit liegt,“ sagte Dr. Norbert Kühn bei seiner Begrüßung zur Mitgliederversammlung des Vereins PRO – Projekt Reister Orgel. „Die Hauptaufgabe des Vereins ist erledigt. Am Anfang war es ein richtig hoher Berg, aber wir sind über den Hügel gekommen“, freute sich der Vorsitzende, dankbar schauend auf sein Vorstandsteam Alfons Plett, Robert Struwe, Elmar Habbel und die anwesenden Mitglieder.

Neben den üblichen Regularien wurde Rückblick gehalten auf die erfolgreiche Orgelrestaurierung mit festlicher Einweihung vor einem Jahr. Nach dem Kassenbericht, vorgetragen von Alfons Plett, dankte und lobte Dr. Norbert Kühn: „Wir haben wirtschaftlich gearbeitet, nun geht es darum, den Verein organisch und harmonisch weiterzuführen und zu verjüngen“. Er betonte ausdrücklich, gut zu kooperieren mit dem Kirchenvorstand und Gemeinderat, die organische Weiterführung sei wichtig. Es sei eine lange holprige Strecke überwunden worden. Die Finanzlage des Vereins wurde von der Versammlung akzeptiert – es gab dankbaren, kräftigen Applaus der anwesenden Mitglieder. Zugleich wurde vorausgeschaut auf die zukünftige Ausrichtung des Orgelbauvereins nach Abschluss des Projektes. Erste Vorschläge zur Änderung: Den Beirat und Vorstand in Personenzahl verringern. Die weitere Fortsetzung der Arbeit dem Beirat anzuvertrauen. Dieser soll von 9 auf 5 Personen, bestehend aus jüngeren Fachleuten, ernannt werden.

In den Händen von Organist Andreas Plett werden Aufgaben erfüllt wie Konzerte zu organisieren, die das Klangspektrum der restaurierten Orgel präsentieren, für die Orgel zu sorgen mit einem verantwortungsvollen Team. Für die Mitglieder werden ab 2020 die Beiträge von 12 Euro auf 10 Euro gesenkt. Denn der Hauptzweck sei erreicht, zurzeit hat der Verein 140 Mitglieder.

Die noch vorhandenen Festzeitschriften, die anlässlich der Einweihung der Orgel erstellt wurden, liegen im Esloher Museum aus und können soweit der Vorrat reicht für 5 Euro erworben werden. Sie enthalten umfassende Informationen auf 78 Seiten zur Geschichte und Restaurierung der Orgel, Kunstdenkmäler in der Reister Pfarrkirche, der Orgelbaufirma Eule in Bautzen und vieles mehr.

Dr. Norbert Kühn: „So werden wir einen guten Weg finden, der in die Zukunft führt. Danke für die Arbeit und die Präsens, wir freuen uns auf den neuen Beirat. Ich selbst möchte in einem Jahr mein Amt abgeben in jüngere Hände, damit neuer Geist reinkommt.“

Verein im Jahr 2008 gegründet

Der Einladung zur Gründung des Vereins am 19. Mai 2008 folgten 50 engagierte Gemeindemitglieder, die sich als Förderer und Mitglieder in die Gründungsliste eintrugen. In der Gründungsversammlung wurde eine Satzung verabschiedet und der Vorstand sowie ein Beirat gewählt. Der Verein PRO - Projekt Reister Orgel hat sich laut Satzung die Wiederherstellung und Restaurierung der historischen Orgel zum Ziel gesetzt. Am Montag, 9. November 2015, hatte der Abbau der Orgel in der St.-Pankratius-Kirche in Reiste begonnen. Die Orgelbaufirma Eule aus Bautzen plante etwa drei Wochen ein, bis alle Teile der Orgel wie Pfeifen und Windladen vollständig demontiert und verpackt seien. Bis zum Wiederaufbau der restaurierten Orgel stellte die Orgelbaufirma ein Ersatzinstrument zur Verfügung, welches im Mittelschiff der Kirche platziert wurde. Die restaurierte historische Orgel wurde am 30. September 2018 feierlich eingeweiht.

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