Heuernte gestern und heute

Aktionstag der Oldtimerfreunde Hallenberg

Rund ums Heu drehte sich der Aktionstag der Oldtimerfreunde.

Hallenberg - Erfolg verpflichtet! Die Aktionsveranstaltungen der Oldtimerfreunde Hallenberg sind seit Jahren die Höhepunkte im Vereinsleben des noch jungen Vereins. In diesem Jahr ging es um die Heuernte gestern und heute. Mit viel Mühe, Fleiß und Geschick hat das Oldtimer-Team bei herrlichem „Heuwetter“ wieder eine gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Auf einer großen Wiesenfläche hinter dem Gewerbegebiet „Lehmbach“ am „Braunshauser Kreuz“ wurde den zahlreichen Besuchern die technische Entwicklung der Geräte zur Heuernte in Aktion anschaulich dargeboten. Von der Sense bis zum neun Meter breiten Kreiselmähwerk über den einfachen Heurechen bis zum modernsten Heuwender wurde alles geboten. Auch beim Sensen dengeln konnten die Besucher den „Könnern“ über die Schulter schauen. „Früher, noch in den 60er-Jahren, sind wir vor Sonnenaufgang mit vier bis fünf Männern zu Fuß mehr als eine Stunde bis kurz vor Züschen auf unsere Wiese gelaufen und haben mit der Sense das Gras gemäht. Das hat einen ganzen Tag gedauert“, erzählte ein Opa seinen interessiert zuhörenden Enkeln. Viele der älteren Besucher kannten die von den Oldtimerfreunden im Einsatz gezeigten Geräte noch und berichteten mit glänzenden Augen von ihren Erfahrungen. Früher war bei der Heuernte, wie auch bei allen anderen landwirtschaftlichen Arbeiten, die ganze Familie gefragt, heute mithilfe der neuesten Technik haben sich diese Zeiten geändert – aber wenn die Sonne nicht scheint, nütze auch die modernste Technik nichts. 

Hallenberger Oldtimerfreunde zeigen Heuernte früher und heute

Die Veranstaltung begann am Samstagabend mit einer Openair Rocknacht, die Band „QuerfeldBeat“ aus Velbert stimmte die Festbesucher auf die Veranstaltung ein. Gefeiert wurde bis zum frühen Morgen. Der Sonntag startete mit einem gut besuchten Feldgottesdienst, an dem viele Gläubige aus dem Hallenberger Stadtgebiet und den angrenzenden hessischen Orten teilnahmen. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von der Kapelle „Die Holzlosen“. Mit einem Augenzwinkern gab Pastor Matthias Kamphans die ausdrückliche Genehmigung, am Sonntag Heu zumachen – das war früher üblich, wenn die Ernte in Gefahr war: Dann wurde das Arbeitsverbot am Sonntag vom Ortsgeistlichen aufgehoben. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden Jörg Kotzan, Christoph Pöllmann, Thorsten Winter, Stefan Biber und Rudolf Ohlig für ihre zehnjährige Mitgliedschaft geehrt. In seiner Eröffnungsrede hob der erste Vorsitzende Hermann Mause den außerordentlichen Teamgeist des Vereins hervor. Nur mit diesem Teamgeist und der gegenseitigen Hilfe befreundeter Vereine und Institutionen wie dem EGF-Frankenberg, welches das gesamte Equipment für Strom und Wasser zur Verfügung gestellt hat, dem Verschönerungsverein Haubern oder den Damen des Karnevalsvereins DNA, seien solche Veranstaltungen zu stemmen.

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