Rund 28.000 Zuschauer - erfolgreiche Saison geht zu Ende

Berühmter Gast: Dieser Schauspieler besuchte inkognito die Hallenberger Freilichtbühne

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedeten sich Spielschar und Mitwirkende der Freilichtbühne von den Zuschauern.

Hallenberg - Eine erfolgreiche Saison ging für Spielschar und Mitwirkende der Freilichtbühne Hallenberg zu Ende. Rund 28.000 Zuschauer hatten sich bei „Kohlhiesels Töchter – das Musical“ amüsiert oder sich von „Peter Pan“ verzaubern lassen.

Der Saisonabschluss mit dem letzten Spiel hat stets ein besonderes Flair. Noch einmal kommen alle Mitwirkenden aus beiden Stücken in Kostümen auf der Bühne zusammen, um sich von ihren Zuschauern zu verabschieden. Zum Abschluss wird zusammen mit den Besuchern der Choral „Lobet den Herren“ gesungen. Für manchen Spieler endet die Saison dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Findet damit doch ein zwar anstrengendes, aber auch für Akteure wie Gäste gleichermaßen gewinnbringendes Gemeinschaftswerk sein unwiderrufliches Ende. Mit zwei neuen Stücken hatte die Freilichtbühne Hallenberg durchaus Mut zum Risiko bewiesen.

Hallenbergs Kohlhiesel zu sehen in Hallervordens Schlossparktheater?

- Das Textbuch zu „Peter Pan“ hatte Regisseurin Bärbel Kandziora völlig neu verfasst. Von Stefan Wurz, dem musikalischen Leiter der Hallenberger Bühne, kam die Musik zu schönen, eingängigen Songs. „Nana nana na na“ – das Mitsinglied der frechen Elfe Tinkerbell etwa klang kleinen und großen Peter Pan-Fans noch lange in den Ohren. Nach dem Erfolg in Hallenberg hat ein großer Theaterverlag inzwischen Textbuch und Musik des neuen Peter Pan unter seine Fittiche genommen.

- Mit „Kohlhiesels Töchter – das Musical“ hatte die Freilichtbühne ebenfalls Neuland betreten. Der klassische Komödienstoff, vielen noch bekannt aus der Verfilmung mit Liselotte Pulver von 1962, erschien mit moderner Textfassung und derbem Witz, einer schmissigen Inszenierung und ohrwurmverdächtigen Musicals-Songs in völlig neuem Gewand als Uraufführung auf der Hallenberger Freilichtbühne. Dem Vernehmen nach kamen etliche Theaterschaffende auf der Suche nach neuen Stücken für ihre Bühnen zu Kohlhiesel und seinen Töchtern nach Hallenberg; darunter auch inkognito Dieter („Didi“) Hallervorden. Gut möglich, dass der neue Kohlhiesel nach der Uraufführung in Hallenberg in Hallervordens Schlossparktheater in Berlin zu sehen sein wird...

Die Besucher der Freilichtbühne nahmen beide Stücke begeistert auf. Ein Eintrag im Gästebuch der Bühne: „Es war fantastisch. Freilichtbühne Hallenberg ist einfach jedes Jahr ein Muss für uns. Wir gehen in beide Vorstellungen und sind immer total begeistert.“ Eine Winterpause gibt es für die Freilichtbühne indes nicht. So laufen die Vorbereitungen für das Jugendcamp des Verbandes Deutscher Freilichtbühnen auf Hochtouren, das in diesem Jahr in Hallenberg stattfinden wird.

Passion im kommenden Jahr

Die Jugendgruppe der Freilichtbühne organisiert das Treffen, bei dem über 380 Teilnehmer von 23 Bühnen zu Workshops, Events und Erfahrungsaustausch erwartet werden. Auch das Winterstück der Freilichtbühnenjugend in der Stadthalle ist bereits wieder in Planung. 

Ein Ereignis wird im kommenden Jahr auf die Freilichtbühne zukommen. Wie immer zum Abschluss einer Dekade wird die Passion gespielt, die Geschichte vom Leiden und Sterben des Herrn Jesus Christus und die Botschaft der Auferstehung. Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker wird die Passionsspiele eröffnen. Schon jetzt liegen über 5000 Vorbestellungen für die 32 Passions-Aufführungen vor. Casting und Rollenverteilung sind für November geplant. Nicht wundern also, wenn im Winter die Bärte in Hallenberg länger werden...

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