Zwischen Himmel und Erde

Die Freilichtbühnenjugend zeigt die Geschichte vom Brandner Kasper

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Mit dem Bühnenbild haben sich die Schauspieler viel Mühe gegeben.

Hallenberg. Um den Nachwuchs braucht sich die Freilichtbühne Hallenberg keine Sorgen zu machen. In dem Theaterstück „Die Geschichte vom Brandner Kasper“, eine Komödie, die zum Nachdenken anregt, zeigten sie den Zuschauern in der vollbesetzten Stadthalle wieder einmal eine gelungene Probe ihres Könnens.

Der Stoff wurde schon auf vielen Theatern erfolgreich aufgeführt und oft verfilmt. Unter der Regie von Manuela Senger und Stefan Pippel belohnten sich die jungen Schauspieler für die Strapazen der langen Probezeit, indem sie den zahlreichen Besuchern eine hervorragende schauspielerische Premierenvorstellung boten. „Das schau ich mir nochmal an“, sagte ein begeisterter Zuschauer spontan. Professionell waren wie gewohnt Licht und Ton, eine Neuerung gegenüber den vergangenen Jahren war der Einsatz einer Drehbühne, welche von den jungen Leuten selbst gebaut wurde. Mit dieser Neuerung wurden die beiden Spielorte, die bayrischen Berge und das Vorzimmer zum Paradies, sehr anschaulich dargestellt. 

Gut Schluck! Der Brandner Kasper und der Boandlkramer beim Picheln.

Zur Handlung: Der Büchsenmacher und Wilderer Brandner Kasper (Robin Müller), ein fideles bayrisches Mannsbild, geht oft mit seinem Knecht Anderl (Michael Becker), der seiner Nichte Fanny (Franziska Mause) den Hof macht, auf die Jagd. Der Tod, oder wie er in Bayern heißt der Boandlkramer (Louis Stöber), hat den Auftrag, den Brandner Kasper ins Jenseits zu befördern. Der erste Versuch scheitert durch einen unglücklichen Zwischenfall. Beim zweiten Versuch, bei dem der Tod den Kasper zu Hause aufsucht, will dieser nicht mitkommen. 

Weitere vier Aufführungen 

Er macht den Boandlkramer, der zur Freude der Zuschauer mit einem schwarzen Hollandrad, beleuchtet mit einem Grablicht, unterwegs ist, mit Kirschgeist besoffen, betrügt ihn beim Kartenspiel und ringt dem Tod so weitere 20 Jahre ab. Dieser Deal hat für alle Beteiligten „im bayrischen Himmel“ als auch auf der Erde unabsehbare Folgen. Der Tod bekommt Stress mit seinem Chef, dem heiligen Petrus (Adrian Lange), sowie dem Assistenten, dem heiligen Benno (Jannik Wölki). Diese beiden leiden unter der preußischen Sonderbeauftragten Frau Schmidt (Luisa Glade), welche den bayrischen Himmel auf Vordermann bringen will. Ein starke Leistung von allen Beteiligten, den Schauspielern sowie dem Team hinter den Kulissen, die von den Besuchern mit viel Beifall honoriert wurde. 

Die Möglichkeit, sich das Stück in der Hallenberger Stadthalle anzusehen, besteht noch am Freitag, 8. Februar, um 20 Uhr, am Sonntag, 10. Februar, um 17 Uhr, am Donnerstag, 14. Februar, um 19 Uhr und am Freitag, 15. Februar, um 20 Uhr.

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