Gottesdienste geben neue Kraft

Freude über Neustart im Pastoralen Raum Medebach-Hallenberg

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Auch in der Kirche St. Goar wurde am vergangenen Wochenende der erste Gottesdienst seit vielen Wochen gefeiert.

Medebach/Hallenberg – Wer lange Zeit die Gemeinschaft im Gebet vermisst hat, fand jüngst einen Gottesdienst in nahezu allen Gemeinden des Pastoralen Raum Medebach-Hallenberg.

Zum Auftakt der geöffneten Messfeiern erlebte man vor den Kirchen Gesprächskreise mit fröhlichen und glücklichen Besuchern. Selbst ein Außenstehender muss bei diesen fröhlichen Gläubigen wahrhaft anerkennen, dass die Kirche für sie „systemrelevant“ ist und zum Leben gehört. Pastor Kamphans aus Hallenberg drückt seine Freude über den Neustart so aus: „Ich bin froh, dass wir jetzt wieder gemeinsam Gottesdienst feiern können. Jetzt brauchen wir unsere Kirchen auch für die Gottesdienste nicht verschlossen halten.“ Nach den Auflagen des Erzbistums Paderborn führte in allen Gemeinden ein Ordnungsdienst Einlasskontrollen durch. In der Kirche muss der Platz zum unbekannten Besucher frei bleiben, damit die Abstandsregel eingehalten wird. Das alles regelten die von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern gut gekennzeichneten und vorbereiteten Plätze im Kirchenraum. So zeigten sich die verantwortlichen Kirchenvorstandsmitglieder in Oberschledorn bei ihrer Aufgabe sehr entspannt: „Die Menschen, die kommen, halten sich alle sehr gut an die Anweisungen. Das ist gar kein Problem.“

Segnung der Osterkerze

Beten ja, singen nein, hieß es dann auch während der Messfeier. So machten die Besucher ganz neue Erfahrungen im Gebet. Nach der melodischen Einstimmung durch die Kirchenorgel erlebten sie im gemeinschaftlichen Sprechen des Liedtextes ein völlig neues Bewusstsein auf den Inhalt des Glaubens. Nach dem „Lockdown“ im März starteten die Kirchengemeinden jetzt mit einer außerordentlich starken christlichen Symbolik in den neuen Zeitabschnitt. Die jährliche Segnung der Osterkerze als Zeichen der Auferstehung von Jesus erfolgte an diesem Wochenende in allen Gemeinden. 

„Die Osterkerze erinnert gleichermaßen alle Gläubigen an die Aufnahme in die Kirche und eint damit auch die Gemeinschaft unserer Kirchengemeinden im pastoralen Raum“, so Pfarrer Dr. Achim Funder, Leiter des Pastoralen Raumes Medebach-Hallenberg. Wo der Abstand in der Gemeinschaft zum ersten Gebot geworden ist, ermöglichten dennoch die strengen Hygieneregeln das Zueinanderkommen des Gläubigen zu Gott. Die Austeilung des Brotes erfolgte unter den strikten Hygieneauflagen. Die Besucher verließen erfüllt und freudig den Gottesdienst. Für den gläubigen Menschen macht das gemeinschaftlich gesprochene „Credo“ Mut, die herausfordernde Zeit mit neuer Kraft zu bestehen.

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