Im Naturschutzgebiet Nuhnewiesen

Neue Plätze zum Laichen: Hallenberg und Bromskirchen unterstützen Frösche & Co.

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Volkhard Kunst, zuständig für Forst und Umwelt (links), und Ottmar Vöpel, Bürgermeister von Bromskirchen, sahen sich die neuen Laichplätze an.

Hallenberg/Bromskirchen. In Abstimmung mit den Naturschutzbehörden sowie in enger Zusammenarbeit der Gemeinde Bromskirchen und der Stadt Hallenberg wurden jetzt im Naturschutzgebiet Nuhnewiesen die Laichplätze für Frösche und sonstige Lebewesen, welche ihre Eier im Wasser ablegen, neu angelegt bzw. wieder hergestellt.

Das Naturschutzgebiet Nuhnewiesen liegt südöstlich der Stadt Hallenberg und tangiert das Gebiet der Gemeinde Bromskirchen in Hessen. Das Gebiet ist mit etwa 170 Hektar das größte zusammenhängende Mähwiesengebiet in NRW. In den 1950er-Jahren wurden Bewässerungsgräben angelegt, um das Wachstum der Grasbestände zu steigern. Das Wasser wurde von der Nuhne, auf der Höhe des Rewe-Marktes am Ausgang von Hallenberg, abgezweigt und über ein langes Grabensystem bis in das heutige Naturschutzgebiet geleitet. 

Geeignete Bedingungen bieten 

Ein Teil dieser Gräben ist noch vorhanden und dient den Amphibien und Insekten, welche ihre Eier im Wasser ablegen, als Brutstätte. Über die Jahre, auch aufgrund des trockenen Sommers im vergangenen Jahr, sind diese Brutstätten verschlammt und zugewachsen, sodass das Wasser zu schnell verdunstet. Auf Initiative des Bromskircher Bürgermeisters Ottmar Vöpel und Volkhard Kunst, zuständig für Forst und Umwelt in der Stadtverwaltung Hallenberg, wurde ein noch vorhandener Graben entlang des „Naturweges Nuhnewiesen“ stückweise ausgebaggert, um ein schnelles Austrocknen zu verhindern und somit den Kleinlebewesen wieder geeignete Bedingungen zu bieten. 

„Diese vorbildliche Aktion passt sehr gut zur aktuellen Diskussion um das Insektensterben“, hieß es. Weitere Informationen zum Naturschutzgebiet Nuhnewiesen finden sich im Internet auf den Seiten der Biologischen Station.

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