Viele Themen im Rat

Hallenberg rüstet die Grundschule mit Whiteboards aus

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Die herkömmlichen Schultafeln haben ausgedient: Die Hallenberger Grundschule bekommt Whiteboards.

Hallenberg – Die Hallenberger Grundschule bekommt in den Herbstferien in allen Klassen neue interaktive Displays, sogenannte Whiteboards. Die Geräte ersetzen die herkömmlichen Schultafeln. Die ausgemusterten Tafeln werden kostenlos abgegeben – wer Interesse hat, meldet sich bei der Stadtverwaltung, Tel. 02984/3030. Dieses und weitere Themen standen in der jüngsten Ratssitzung auf der Tagesordnung.

Neben der erfreulichen Mitteilung, dass nun der in der Sitzung am 13. Februar 2019 gefasste Beschluss, die Hallenberger Grundschule mit Whiteboards auszurüsten, realisiert wird, wurde unter anderem eingehend die Problematik um die Rettungsdienste im HSK diskutiert. Die 3. Überprüfung des Bedarfsplans für den Rettungsdienst des Hochsauerlandkreises habe gezeigt, dass die Versorgung der Städte Hallenberg und Medebach nicht ausreichend gesichert ist.

Rettungswache Medelon

Wie Bürgermeister Kronauge berichtete, konnte die Rettungswache Medelon in der Vergangenheit in 150 Fällen die angestrebte Zeit von 12 Minuten nicht einhalten. Der Bedarfsplan spreche sich dafür aus, die Rettungswache in Medelon aufzugeben und für Medebach und Hallenberg eine neue Rettungswache zu errichten. 

Die beiden Städte begrüßen den Vorschlag der Gutachter und sichern zu, bei der Umsetzung der Maßnahme mitzuarbeiten. In einer gemeinsamen Stellungnahme, welche von den Räten beider Städte mitgetragen wird, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bereits 2012 vor dem Bau der Rettungswache in Medelon bezweifelt wurde, dass die angestrebten Einsatzzeiten in Teilen der Stadtgebiete Hallenbergs und Medebachs nicht eingehalten werden können. Das neue Gutachten habe die damaligen Zweifel bestätigt. Sollte der Kreistag den Bedarfsplan beschließen, könnte eine neue Rettungswache für Hallenberg auf dem Gelände der ehemaligen Sachtleben AG zwischen Hallenberg und Liesen (an B236) gebaut werden.

Neubau Bauhof 

Friedhelm Henze vom Planungsbüro informierte den Stadtrat über die auf dem Dach des Bauhofes geplante Photovoltaikanlage und erläuterte die Wirtschaftlichkeitsberechnung. Mitglieder der FDP-Ortsgruppe Hallenberg (gehört nicht dem Stadtrat an) erkundigten sich zudem nach den Kostensteigerungen von mehr als 800.000 auf jetzt 2.800.000 Euro gegenüber der Sitzung im April. Bürgermeister Kronauge erklärte die Abweichung mit der Erschließung des gesamten Gebietes der ehemaligen Sachtleben AG und den gestiegenen Marktpreisen.

Wasser- und Abwasserwerk haben mit einem positiven Jahresabschluss 2018 (Wasserwerk 8615,83 Euro, Abwasserwerk 29.820,80 Euro) abgeschlossen.

Modernisierung ländlicher Infrastruktur 

Der Rat beschließt für die Instandsetzung und Modernisierung ausgewählter Wirtschaftswege bei der Bezirksregierung einen Förderantrag in Höhe von 847.000 Euro zu stellen. Die Förderhöhe beträgt höchstens 500.000 Euro bzw. 60 v.H. Die ausgewählten Wege sollen kurzfristig nochmals mit den Ortsvorstehern abgestimmt werden.

Da die Finanzierung des verbleibenden Eigenanteils der Liese-Renaturierung (Gesamtkosten etwa 260.000 Euro, Zuschuss Land 208.000 Euro, Zuschuss HSK 26.000 Euro) in Höhe von 26.000 Euro die finanziellen Mittel des Wasserverbandes Nuhne übersteigt, stimmt der Stadtrat dem Antrag des Wasserverbandes Nuhne auf Erwerb von Ökopunkten im Wert von 26.000 Euro zu.

Die Fraktion der BfH hat angeregt einen weiteren Standort für einen Altglascontainer festzulegen. Der Weg zum bisherigen unterhalb des Friedhofs sei zu weit. Vorgeschlagen wird ein Standort in der Nähe des Netto-Marktes. Wegen der Befürchtung, dass an einem weiteren Standort ebenso wie an dem jetzigen Müll und Unrat abgeladen wird, stimmte der Rat dem Antrag mehrheitlich nicht zu.

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