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Hallenberger Bauhof setzt historischen Grenzstein an Ursprungsort zurück

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Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes der Stadt Hallenberg Jonas Ludwig (links) und Robin Lücke (rechts) mit dem restaurierten historischen Grenzstein.

Hallenberg/Bromskirchen. Aufgrund einer gemeinsamen Initiative des Vereins Historisches und kulturelles Bromskirchen und der Stadt Hallenberg haben Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Hallenberg einen etwa 1,50 Meter großen historischen Grenzstein wieder an seinen ursprünglichen Standort in der Flur „Am Galgen“ zurückversetzt.

Der Stein war bei Wald- und Straßenarbeiten beschädigt worden. Zur Historie ist anzumerken, dass es im Jahre 1537 zwischen Erzbischof Hermann V und Landgraf Philipp dem Großmütigen zu einer Vereinbarung über den bis dahin unklaren Grenzverlauf zwischen dem Erzbistum Kurköln und der Landgrafschaft Hessen gekommen war. Die vereinbarte Grenzelinie wurde mit 13 Steinen aus rotem Edersandstein markiert. Der hier wieder hergestellte Stein trägt die Nr. 6. Die seinerzeitige Grenzziehung war für die hessischen Gemeinden Bromskirchen und Somplar nicht unproblematisch. So lag zum Beispiel ein großer Teil des Bromskircher Kirchenlehen nun auf kurkölnischem Gebiet. 

Einvernehmen zwischen Verein und Bürgermeister

Den Somplarern war die Schafhute auf ihren eigenen, aber im Kurkölnischen gelegenen Grundstücken verboten, was zu erheblichen Problemen führte. Heute verläuft auf der alten Grenzelinie von 1537 die Landgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Zwischen Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge und Vertretern des Vereins Historisches und kulturelles Bromskirchen bestand Einvernehmen, dass der wieder hergestellte alte Grenzstein heute keine trennende Funktion mehr hat, sondern der Erhaltung der alten historischen Grenzmarkierungen dient.

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