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INSEK für Hallenbergs Altstadt ist auf dem Weg – weitere Themen im Rat

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Von: Helmut Japes

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Die Grabungsergebnisse sollen im geänderten Projektentwurf für den Hallenberger Burgplatz berücksichtigt werden. © Helmut Japes

Hallenberg. Der Hallenberger Stadtrat hat am Mittwoch beschlossen, das bereits vor einem Jahr erarbeitete Stadtentwicklungskonzept nach der Begutachtung durch die Bezirksregierung auf den Weg zu bringen. Das am 12. Oktober 2016 beschlossene INSEK wurde zeitnah der Bezirksregierung zur Genehmigung vorgelegt.

Am 25. August 2017 fand die hierzu notwendige Ortsbegehung mit Vertretern der Bezirksregierung Arnsberg und dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW in Hallenberg statt. Im Abschlussgespräch bestätigte das Ministerium, dass das unter reger Beteiligung der Hallenberger Bürger entwickelte Konzept zur Entwicklung der Hallenberger Altstadt eine gute Grundlage für die Umsetzung darstellt. Der Stadtrat hat auf der Grundlage des erstellten Konzepts beschlossen, den Gesamtantrag für die Förderung zu stellen. Für den Step 2018 werden Förderanträge für die Weiterführung des Fassadenprogramms, die Kostenerstattung für die Planungskosten INSEK und die Schaffung einer Gestaltungsfibel gestellt. 

Vor ungewohnt großem Zuschauerinteresse stellten zudem die Archäologin Maya Stremke und Dr. Hans-Werner Peine, LWL-Archäologie Münster, die Ergebnisse der archäologischen Grabung am Burgplatz vor. In einer anschaulichen Präsentation erläuterte Maya Stremke unterstützt von Dr. Peine die einzelnen Funde. Dr. Peine erläuterte, wie schon auf den Pressekonferenzen (Kurier berichtete), dass es aus Kostengründen nicht vertretbar sei, die Funde sichtbar auf Dauer zu präsentieren.

Verschuldung um 44 Prozent abgebaut 

Die freigelegten Fundamente, Mauern und Treppenfragmente wurden mit Folien abgedeckt und mit Erdreich wieder zugeschüttet. „Im Erdreich gesichert“ nennt der Fachman diese Methode. Passend zur Präsentation der Grabungsergebnisse stellte Architektin Dorina Stein den geänderten Projektentwurf für den Burgplatz vor. Im geänderten Entwurf sollen die Grabungsergebnisse in angemessener Form berücksichtigt werden. Erfreut nahm der Rat des Weiteren zur Kenntnis, dass es in den vergangenen zehn Jahren gelungen ist, die Verschuldung im Kernhaushalt um 44 Prozent oder um rund 1,7 Millionen Euro abzubauen. Der Bebauungsplan Nr.6 „Im Tal“ in Hesborn wird offengelegt. Ziel ist, dass im kommenden Jahr hier die ersten Häuser gebaut werden können. 

Von Interesse für die zahlreichen Besucher war auch die Bekanntgabe des Straßenneubauprogramms – demnach sollen im Jahr 2018 die Straße im Neubaugebiet „Im Tal“ in Hesborn und die Straße im Gewerbegebiet „Am Steinschab“ in Hallenberg gebaut werden. 2019/2020 ist Weiteres vorgesehen: der Neubau der Straße „Specklandwehr“ (Gewerbegebiet Lehmbach in Hallenberg), der Endausbau „Sonnenhang“ in Hallenberg und die Erneuerung der Grabenstraße in Hallenberg. Anzumerken bleibt, das sich zum Tagesordnungspunkt 2 „Fragestunde von Einwohnern“ Anwohner der „Stimmbach“ (eine kürzlich neu erstellte Straße in Hallenberg) eine rege Diskussion um Mängel an dieser neuen Straße mit Verwaltungsmitarbeitern lieferten. Bürgermeister Michael Kronauge sagte zu, das die Mängel zeitnah beseitigt werden.

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