Stadtverbandsversammlung durchgeführt

Landwirte diskutieren über Düngeverordnung und Agrarpaket

Nicht nur um das Wegebaukonzept sowie das Agrarpaket wurde diskutiert, sondern auch die Ehrung von Junglandwirt Christian Guntermann wurde bei der Stadtverbandsversammlung vorgenommen.

Medebach/Hallenberg – Im Rahmen der landwirtschaftlichen Stadtverbandsversammlung für die Städte Medebach und Hallenberg stellte Bürgermeister Grosche das Wegebaukonzept vor.

Demzufolge sollen im Randstreifen von Wegen, sofern diese im öffentlichen Eigentum sind, Blühstreifen eingerichtet werden. Die Landwirte stehen dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber und wünschen sich aber ein Mitspracherecht, was die Bewirtschaftung der Blühstreifen und das Saatgut anbelangt. 

Bürgermeister Grosche stellt in Aussicht, dass für die Planung die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, eine Tochter des Bauernverbandes, hinzugezogen werden soll. Im weiteren Verlauf der Stadtverbandsversammlung ging es um Themen wie Düngeverordnung und Agrarpaket. Gerade das Beweidungsverbot als Gegenstand des Agrarpakets könnte erhebliche Auswirkungen auf die Medebacher Landwirte haben, wenn diese nämlich nah an den Gewässern ihre Tiere nicht mehr stehen lassen dürfen. Hier könnten, bei Nichtbeweidung am Gewässerrand Neophyten wie Springkraut und Herkulesstaude ein erhebliches Problem darstellen, so Karsten Drews-Kreilman, Kreisgeschäftsführer des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes. Gerade in der Medebacher Bucht sei es äußerst kontraproduktiv, wenn längs der Bäche nicht etwa heimische Flora zu verzeichnen ist, sondern Pflanzengemeinschaften, die nicht standorttypisch sind. Der Landwirtschaftsverband hofft, dass insoweit im Rahmen des Agrarpakets Änderungen zugunsten der Landwirtschaft erfolgen. 

Im Verlauf der Stadtverbandsversammlung wurde zudem der Junglandwirt Christian Guntermann (Hallenberg-Hesborn) für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zum Landwirt geehrt. Aus den Händen des Ortslandwirts Franz-Josef Berkenkopf und des Stadtverbandsvorsitzenden Jürgen Schröder erhielt er eine Urkunde und ein Präsent.

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