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Magie der Buchstaben

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Zur Freude von Bürgermeister Michael Kronauge (2.v.l.) widmete Paul Stipp (3.v.l) in Begleitung seiner Ehefrau Gabriele im Beisein des Kunstkritikers Ralf Rensmann (1.v.l.) dem Kump ein eigenes Kunstwerk. Foto: Antje Sonneborn
Zur Freude von Bürgermeister Michael Kronauge (2.v.l.) widmete Paul Stipp (3.v.l) in Begleitung seiner Ehefrau Gabriele im Beisein des Kunstkritikers Ralf Rensmann (1.v.l.) dem Kump ein eigenes Kunstwerk. Foto: Antje Sonneborn

Buchstaben werden zu Kunstwerken. Die Welt der Sprache dargestellt in Bildern, die sich den einzelnen Zeichen widmen und ihnen so eine bestimmte Bedeutung zumessen, machen das Werk des Künstlers Paul Stipp aus.

Eröffnet wurde die Ausstellung "Schriftbilder" des in Siedlinghausen wohnenden Künstlers am Freitag im Hallenberger Kump. Viele Besucher waren erschienen, um sich das Werk rund um die Schrift an zu schauen.

Paul Stipp wurde 1942 in Arnsberg geboren. Nach einer Schriftsetzerlehre studierte er an der Werkkunstschule Dortmund von 1961-1965 Grafik-Design, bevor er bis 2003 in verschiedenen Werbeagenturen in Düsseldorf als Art-Director bzw. Creative-Director, zuletzt auch als Mitgesellschafter in der Werbeagentur Adpoint tätig war. Seit 2003 lebt Paul Stipp als freischaffender Künstler in Siedlinghausen. Er widmet sich ganz der Welt der Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen und der Schrift. "Ich möchte darstellen, was Buchstaben alles können, denn Buchstaben sind Ausdruck von Persönlichkeit. Sie haben charakteristische Eigenschaften und sind unverwechselbar in ihrem optischen Auftritt", so beschreibt Paul Stipp seine Arbeit.

Pro Buchstabe ein Bild

Auf 1m x 1,20m großen Leinwänden widmet er sich daher jedem Buchstaben des Alphabetes, den Satzzeichen, den Zahlen und einzelnen Wörtern, die die Sprache ausmachen, gibt jedem einzelnen Zeichen eine Persönlichkeit und eine Bedeutung. "Für den Künstler Paul Stipp sind die Buchstaben des Alphabetes das A und O", sagte Kunstkritiker Ralf Rensmann in seiner Rede zur Eröffnung der Ausstellung. "Er verleiht den 26 Teilnehmern des Alphabets überraschende Ausdrucksformen." So zeigt sich das A in Paul Stipps Werk als verschwommener Buchstabe, der seine Struktur zu verlieren scheint. Das X zeigt in einer erotischen Form dargestellt als sich überkreuzende Träger eines Kleides auf dem Rücken einer Frau.

Neben den Buchstaben beschäftigt sich der Künstler auch mit einzelnen Wörtern, die er auf eindrucksvolle Weise in ihrer Bedeutung in Szene zu setzen vermag. "Mir ist es wichtig, dass jedes Bild zwar einem Grundkonzept folgt und ein gleiches Thema, das der Schrift, beinhaltet, aber dennoch eine eigene Idee hat", erklärt der Paul Stipp.

Die Ausstellung "Schriftbilder" ist bis zum 15. Februar im Kump zu sehen. Geöffnet ist sie montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, sonntags von 14 bis 17 Uhr. Am heutigen Sonntag wird der Künstler Paul Stipp in Hallenberg sein, um seine Bilder dem interessierten Publikum vorzustellen.

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