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Toleranz und Vorurteil

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Edgar Seibel, Dorle Schmidt, Prof. Michael Miller und Albe Schmidt (v.r.).
Edgar Seibel, Dorle Schmidt, Prof. Michael Miller und Albe Schmidt (v.r.).

„Wenn Wurzeln keinen Halt finden“ – viele kamen und hörten gespannt zu, als Jungautor Edgar Seibel im Scheunenatelier Braunshausen einen eindrucksvollen Einblick in die alte und neue Geschichte der Russlanddeutschen gab.

Familie Seibel ist 1998 aus dem sibirischen Altai als deutsche Spätaussiedler nach Deutschland eingewandert. Mit anschaulichen Bildern, sowie Ausschnitten aus Seibels neustem Buch „Volksgruppe = unbekannt“ wurde dem Publikum eine möglicherweise neue Sicht auf dieses wenig bekannte Thema gegeben.

Thematisiert wude der ehemalige Vielvölkerstaat Sowjetunion mit all seinen Facetten und Russland heute, die wolgadeutsche Republik, Verbannung, tiefe Diskriminierung der deutschstämmigen Bevölkerung, Grausamkeiten in den Arbeitslagern, Ablehnungen aber auch Ehrungen. Professor Michael Miller aus dem Bundesstaat North Dakota USA erforscht das russlanddeutsche Kulturgut weltweit.

Miller sprach in bessarabiendeutschem Dialekt zur Situation in den USA und Südamerika.

Anlass zur Diskussion

In Millers Heimatstaat North Dakota sind viele Menschen russlanddeutscher Herkunft zu Hause, die bis heute viel Wert auf ihre kulturelle Vergangenheit legen.

Das Thema gab Anlass zur Diskussion, da die Grundaussage Toleranz und Vorurteil sich gegenüberstanden und dadurch zum Nachdenken führte.

Sehr auffallend war die Tatsache, dass viele unterschiedliche Beiträge der Diskussion immer wieder die Toleranz in den Mittelpunkt rückte. Seibel plant seine Buchveröfftlichung im Herbst und wird die Lesung und Vorstellung des Buches im Scheunenatelier Braunshausen halten.

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