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Vierte Hesborner Meiler-Woche erfolgreich beendet

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Von: Helmut Japes

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Zahlreiche Hesborner waren an der vierten Meiler-Woche beteiligt. © Helmut Japes

Hesborn. Es hat gedampft in Hesborn: Unter der Federführung des Hesborner Fördervereins fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum 750-jährigen Jubiläum die vierte Hesborner Meiler-Woche statt. Jüngst ging diese mit zahlreichen Veranstaltungen gespickte Woche mit dem Verkauf der „geernteten“ Holzkohle zu Ende.

Bereits im Oktober 2005 fand auf Initiative des Fördervereins Hesborn unter großer Beteiligung der Hesborner Vereine im alten Steinbruch die erste Hesborner Meilerwoche statt. Unter der Leitung des Hirschberger Köhlers Karl-Heinz Ulrich wurden damals etwa 30 Raummeter Buchenholz zu einem Meiler aufgeschichtet, mit Plaggen abgedeckt, mit Stübbe von einer ehemaligen Meilerplatte luftdicht abgeschlossen und in Brand gesetzt. Wegen der guten Resonanz in der Bevölkerung erfolgten weitere Meilerwochen 2009 und 2013. 

Denn das Köhlerhandwerk hat im Sauerland und somit auch in Hesborn eine lange Geschichte. Die Holzverkohlung wurde nachweisbar seit etwa 800 n. Chr. im Sauerland betrieben und diente als Brennstofflieferant für die Eisenverhüttung. Um dieses alte Handwerk der Vorfahren nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. hat sich der Förderverein Hesborn dazu entschlossen von Zeit zu Zeit immer wieder mit einer Meilerwoche daran zu erinnern. Hubert Mörchen, der älteste Hesborner, hat die Woche mit dem Anzünden des Meilers eröffnet. 

Rund 200 Säcke Kohle geerntet

Vorausgegangen waren die Vorbereitungsarbeiten, an der sich zahlreiche freiwillige Helfer beteiligten. Am Sonntag fand ein Frühschoppen statt, der bis in den späten Nachmittag von den Spielleuten Federschrey aus Züschen und der Jugendabteilung der Jägerkapelle begleitet wurde. Ein Highlight war Mittwoch der Seniorennachmittag mit Treckerfahrt, 47 Senioren wurden mit drei Traktoren auf Planwagen durch die Hesborner Flur gefahren. Auch die Beteiligung am Schnadegang entlang der Grenze zu Medelon und Dreislar war mit 110 Teilnehmern sehr gut besucht. Der absolute Höhepunkt war jedoch der Himmelfahrtstag. „Er war hinsichtlich der Feierei ‘schlimmer’ als Schützenfestmontag“, merkte Reinhold Stanka, der Vorsitzende des Fördervereins, mit einem Augenzwinkern an.  Neben vielen Hesbornern hatten sich viele Vatertagsgruppen aus den umliegenden Ortschaften den Steinbruch als Ziel ausgesucht und feierten bis in den späten Abend. 

Früher als geplant wurde an diesem Tag schon die erste Holzkohle aus dem Meiler „geerntet“ – ein für die Beteiligten sehr staubige Angelegenheit. An diesem Tag überreichten die Reservisten Kameradschaft und der Kniffel-Club wie berichtet namhafte Beträge an den Förderverein und die Aktion Lichtblicke.

Am Kindertag, ausgeführt vom THW, der Feuerwehr und dem DRK, starteten 45 Kinder zu einer Wanderung zum Stolzenberg. Während der Wettergott den Hesbornern überwiegend hold war, wurde der Sonntag von heftigen Regenfällen überschattet. Alles in allem war die Meilerwoche ein großer Erfolg, „geerntet“ wurden rund 200 Sack Holzkohle, welche bis auf 30 Sack alle verkauft wurden. Wer Interesse an der „Original Hesborner Holzkohle“ hat kann diese bei Reinhold Stanka, Tel. 0 29 84/89 16 zum Preis von 18 Euro pro Sack erwerben.

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