Reihe sehr warmer Monate setzt sich fort

Wetterbilanz für Hallenberg, Medebach und Winterberg: Juni deutlich zu trocken

Blühende Bergwiesen brachte der Juni vor allem zum Monatsstart. Nach der Mahd zeigten sich die Felder aufgrund der Trockenheit dann aber zunehmend braun.

Hallenberg/Medebach/Winterberg. Der erste meteorologische Sommermonat brachte dem Sauerland mit einigen Abstrichen eine Fortsetzung der bereits frühsommerlich ausgefallenen Vormonate April und Mai. Die ersten Tage verliefen dabei unangenehm schwül, später wurde die Luft trockener. Dies ergaben die Beobachtungen und Messungen des Wetterportals Sauerland. Eine Übersicht für Kurier-Leser:

Temperatur Mit einer mittleren Temperatur von 13,5 Grad auf dem Kahlen Asten war der Juni erneut deutlich, genauer 2,6 Grad, wärmer als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Damit blieb er allerdings geringfügig hinter dem sommerlichen Juni 2017 zurück. In Winterberg waren es im Durchschnitt 14,8 Grad, in Medebach 16,7 Grad. Der Monat begann im oberen Sauerland mit einer Reihe sehr schwüler Tage. Während sich die Werte in der Nacht oft nicht unter 15 Grad abkühlten, waren es am Nachmittag meist zwischen 22 Grad in höchsten Lagen und rund 26 Grad in der Medebacher Bucht. In dieser Zeit wurden auch die höchsten Temperaturen des gesamten Monats erreicht. So waren es der 7. und der 9. Juni, die sich um diese Würde stritten. In Medebach zeigte das Quecksilber 28,3 bzw. 28,4 Grad. In Winterberg waren es maximal 24,9 Grad, auf dem Kahlen Asten rund 23 Grad. 

Trotz des sommerliches Eindruckes der vergangenen drei Monate gab es damit ganz oben im Sauerland noch keinen klassischen Sommertag, welcher bei einer Temperatur von 25 Grad beginnt. Nach dem warmen Monatsstart gingen die Temperaturen rund um die Monatsmitte etwas zurück. Eine richtige Schafskälte, die oft um diese Jahreszeit auftritt, gab es aber nicht. Einzig die Tage rund um den 22. Juni verliefen sehr frisch und so erreichte der Kahle Asten an diesem Tag nur eine Höchsttemperatur von rund 8 Grad, in der Nacht kühlte es sich auf 4 Grad ab. Die kälteste Temperatur des Monats wurde am Morgen des 14. Junis erreicht. Winterliche -1,8 Grad zeigte das Thermometer am „Kältehotspot“ des oberen Sauerlandes, dem obersten Teil des Ruhrtals nahe der Ruhrquellenhütte, an. In Medebach war es mit 1,5 Grad auch nicht gerade warm. Zum Monatsende erholten sich die Temperaturen bei viel Sonnenschein wieder deutlich.

Wind meist unauffällig 

Niederschlag Bemerkenswert war erneut, dass der Monat wie bereits seine Vorgänger seit Februar deutlich zu trocken ausfiel. Normal sind auf dem Kahlen Asten im Juni 120 Liter auf jeden Quadratmeter, in diesem Jahr waren es gerade einmal 40 Liter. Noch trockener war es beispielsweise in Langewiese mit nur 25 Litern, im sonst niederschlagsarmen Medebach kamen dagegen immerhin 61 Liter zusammen. Diese Verteilung ist ein typisches Merkmal von Sommermonaten, wenn sich örtlich sehr begrenzt heftige Gewitter bilden können und es nur wenige Kilometer weiter keinen Regen gibt. So wurden Medebach und Hallenberg am 1., 8. und 10. Juni von teils heftigen Schauern erwischt, während in den Winterberger Höhendörfern teils nur ein kurzer Guss zu registrieren war. Gewitter traten in diesem Monat besonders im ersten Drittel fast täglich auf, teils mit vielen Blitzen und Hagel. Besonders das zweite Juni-Wochenende machte sich hier bemerkbar. Anschließend wurde die Luft stabiler und trockener und damit blieb es im weiteren Verlauf gewitterfrei.

Wind Der Wind war in diesem Monat erneut meist unauffällig. In Neuastenberg lag die mittlere Windgeschwindigkeit bei 5,2 km/h (Juni 2017: 5,1 km/h). Zum Vergleich: In einem Wintermonat liegt diese etwa doppelt so hoch (Januar 2018: 9,8 km/h). Die höchsten Werte wurden meist mit Durchzug einer Kaltfront am 21. Juni gemessen. Sie lagen meist bei 40 bis 50 km/h in den Orten und bei knapp 70 km/h in freien Lagen.

Sonne Die Sonne teilte sich ihre Kraft sehr dosiert ein. Während der Monatsstart abgesehen von einigen Gewitterwolken noch meist freundlich verlief, waren rund um die Monatsmitte auch einige durchweg bewölkte Tage dabei. So gab es am 24. Juni erstmals seit Anfang April wieder einen vollkommen sonnenfreien Tag. Zum Monatsende war der Himmel dann aber wieder wie blank geputzt und auf dem Kahlen Asten wurde mit rund 170 Stunden noch genau der langjährige Mittelwert erreicht.

Alles rund um das Sauerländer Wetter gibt’s unter www.wetter-sauerland.de

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