14 Fahrverbote in drei Tagen

Nur einen Tag nach tödlichem Unfall: Polizei erwischt Raser auf Unglücksstrecke

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Symbolfoto

Hochsauerland - Nur einen Tag, nachdem auf der Hellefelder Höhe ein junger Motorradfahrer ums Leben gekommen ist, hat die Polizei dort bei Geschwindigkeitskontrollen Raser erwischt. Auch auf anderen Strecken im HSK gingen den Beamten Bleifüße ins Netz.

Polizisten kontrollierten Am Sonntag von 11.30 bis 16.45 Uhr auf der Hellefelder Höhe zwischen Arnsberg und Sundern-Hellefeld die Geschwindigkeit. Nur einen Tag vorher kam es hier zu einem tödlichen Verkehrsunfall: Ein 20-jähriger Arnsberger krachte mit seinem Motorrad frontal in ein entgegenkommendes Auto und verstarb noch an der Unfallstelle. 

"Das schien einige jedoch nicht vom Rasen abzuhalten", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Ein 44-jähriger Dortmunder wurde mit seinem Motorrad sogar gleich zweimal erwischt: Mit 102 km/h, dem zweithöchsten Wert des Tages, wurde er zum ersten Mal gemessen. Auf dem Rückweg, sieben Minuten später, kontrollierten die Beamten ihn mit einer Geschwindigkeit von 89 km/h. Motorräder dürfen auf der Strecke maximal 50 km/h fahren.

55 km/h zu schnell unterwegs

Trauriger "Tagessieger" war ein 46-jähriger Motorradfahrer aus Dortmund. Er fuhr mit 105 km/h in die Kontrolle. "Die Beamten schrieben elf Ordnungswidrigkeitenanzeigen, sprachen zwei Fahrverbote aus und verhängten zweimal ein Verwarngeld", lautet die Bilanz der Polizei.

Am Freitag und Samstag standen Beamte bereits im sogenannten "Rösenbecker Loch" in Brilon-Rösenbeck. Am ersten Tag schrieben die Beamten 21 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, sprachen sechs Fahrverbote aus und verhängten zweimal ein Verwarngeld - und das innerhalb von vier Stunden. Trauriger "Spitzenreiter" war ein 54-Jähriger aus Erwitte. Der Mann war in seinem Auto mit 125km/h unterwegs. Erlaubt sind dort 70km/h. Mit nur einem km/h weniger wurde ein 24-Jähriger aus Warburg erwischt.

Drei Biker führen Tableau an

Auch am zweiten Tag gingen den Polizisten einige Raser ins Netz: Diesmal verteilten die Beamten nach Polizeiangaben zweimal ein Verwarngeld und sprachen sechs Fahrverbote aus. Außerdem wurden 16 Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben. 

Ganz oben im "Raser-Tableau" landeten diesmal drei Motorradfahrer: Ein 52-jähriger Mann aus Stuhr wurde mit 126 und ein 46-jähriger Arnsberger mit 124 km/h gemessen. Dahinter folgte ein 83-jähriger Paderborner, der mit 116 km/h unterwegs war.

"Auch in Zukunft wird die Polizei die Geschwindigkeiten auf den Straßen im HSK kontrollieren", kündigt die Polizei an. 

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