Rückblick auf die meistgelesenen Artikel

Das war das Jahr 2018: Diese Themen bewegten das Sauerland am meisten

Hochsauerland/Kreis Olpe. Und schon wieder ist ein Jahr um: Mit dem Feuerwerk in der Silvesternacht wird in der Nacht zu Dienstag 2019 begrüßt. Das bevorstehende Ende des Jahres 2018 nehmen wir zum Anlass, auf die Themen zurückzublicken, die die Nutzer von sauerlandkurier.de in den vergangenen 365 Tagen am meisten bewegt haben.

Viele Geschichten und vor allem Schicksale bewegten im nun fast vergangenen Jahr unsere Leser. Unfälle, Brände, kuriose Geschichten: Wir haben aufgelistet, welche zehn Themen aus dem HSK und dem Kreis Olpe im Jahr 2018 am meisten aufgerufen wurden.

Orkantief Friederike wütet im Sauerland

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 154 km/h - und damit teilweise noch heftiger als "Jahrhundert-Sturm" Kyrill im Jahr 2007 - fegte im Januar Orkantief "Friederike" über das Land und traf auch das Sauerland mit voller Wucht. Abgedeckte Dächer und umgestürzte Bäume sorgten im HSK und Kreis Olpe für hunderte Einsätze für Feuerwehr und Polizei, gerade Arnsberg und Sundern waren besonders betroffen. Aus Sundern gab es auch die traurigste Nachricht des Tages: Dort war ein Feuerwehrmann im Einsatz verstorben. Nach dem Sturm sperrten die Forstämter die heimischen Wälder vorübergehend, teilweise wurden die Betretungsverbote erst eineinhalb Monate später aufgehoben.

Bürgermeisterwahl in Arnsberg

Weil Hans-Josef Vogel zum 1. September 2017 zum Präsidenten des Regierungsbezirks Arnsberg berufen wurde, mussten die Arnsberger im Februar einen neuen Bürgermeister wählen. Während im ersten Wahlgang noch Peter Erb, der gemeinsame parteilose Kandidat von CDU und Grünen, knapp die Nase vorn hatte, entschied SPD-Kandidat Ralf Paul Bittner zwei Wochen später die Stichwahl für sich. Wenige Tage später trat der neue Arnsberger Bürgermeister sein Amt offiziell an.

Die Könige auf einen Blick: Unsere Schützenfest-Ticker

Zum ersten Mal berichteten wir in diesem Jahr brandaktuell von den Vogelwiesen und -stangen im Sauerland: In unseren Schützenfest-Tickern aus dem HSK und dem Kreis Olpe haben wir so schnell wie möglich (nahezu) alle neuen Regenten der jeweiligen Vereine, Gesellschaften und Bruderschaften veröffentlicht, um unsere Leser auf dem Laufenden zu halten, in welchen Orten der Vogel schon abgeschossen wurde. Diesen Service wollen wir 2019 natürlich auch wieder anbieten.

Fahrrad-Unfall des Attendorner Bürgermeisters

Ein alkoholisierte Radfahrer stürzt und verletzt sich - eine Meldung, die im Laufe eines Jahres häufiger zu lesen ist. In diesem Fall aus dem Juli fand sie aber besondere Beachtung, denn bei dem Radfahrer handelte es sich um den Attendorner Bürgermeister Christian Pospischil. Der SPD-Politiker war auf dem Rückweg vom Frühschoppen des Ennester Schützenfestes, als der Unfall passierte. Nur wenige Tage später kehrte Pospischil an seinen Arbeitsplatz zurück und nahm den Vorfall mit Humor: Er rechne fest damit, dass das Malheur spätestens im Karneval wieder zum Thema wird, sagte er damals.

Erfolgreiche Aktion "Kronkorken sammeln für Lotti"

(Für Vollbild oben rechts)

Wie aus einer Idee "aus einer Bierlaune heraus" eine wunderschöne Erfolgsgeschichte werden kann, hat die Aktion "Kronkorken sammeln für Lotti" im Laufe des Jahres gezeigt: Das ehemalige Winterberger Königspaar, Uwe und Elke Susewind, haben es sich während ihres Regentschaftsjahres gemeinsam mit dem Hofstaat zur Aufgabe gemacht, Kronkorken für Lotti, ein siebenjähriges, schwerstbehindertes Mädchens aus Raumland bei Bad Berleburg, zu sammeln, um ihren Eltern die Anschaffung eines speziellen Schwenk-Hubsitzes zu ermöglichen. Auch der SauerlandKurier unterstützte die Aktion mit einem eigenen Stand beim Winterberger Stadterlebnis. Nachdem dann im Juli die gesammelten Kronkorken auf einen Lkw verladen wurden, gaben die Initiatoren wenige Tage später das Ergebnis bekannt: 41,65 Tonnen Kronkorken - unter anderem auch Neuseeland, Australien, Nordamerika und zahlreichen europäischen Ländern - waren zusammengekommen und ergaben die stolze Spendensumme von 30.000,12 Euro, die an Lottis Eltern überreicht wurde.

Unglück bei Junggesellenabschied in Schmallenberg

Ein Junggesellenabschied nahm im Juli in Schmallenberg ein unschönes Ende: Im Ortsteil Oberkirchen war ein 28-jähriger Mann aus Münster einen Abhang etwa 20 Meter tief heruntergestürzt. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu. Ein Rettungshubschrauber flog den Mann in ein Krankenhaus.

Tödliche Verkehrsunfälle im August

Zwei tödliche Verkehrsunfälle an zwei aufeinanderfolgenden Tagen bewegten das Sauerland im August, einer davon sogar über mehrere Monate. Am späten Abend des 1. August war bei einem Frontalzusammenstoß zwischen Sundern-Hövel und Balve-Beckum eine 70-jährige Frau ums Leben gekommen, vier weitere Menschen wurden schwer verletzt. Der alkoholisierte Unfallverursacher, der später festgenommen wurde, verletzte sich dagegen nur leicht. Weil der 41-jährige Hemeraner und ein 57-jähriger Soester sich vor dem Unfall gegenseitig überholten, ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft auch wegen eines illegalen Autorennens. Im Oktober wurde schließlich Anklage erhoben.

Schwerer Verkehrsunfall zwischen Balve und Sundern

Nur einen Tag nach dem Unfall bei Sundern-Hövel starb im HSK bei einem weiteren schweren Unfall ein Mensch: Ein 69-Jähriger aus Ense war mit seinem Mercedes-Geländewagen nach einem Überholvorgang zwischen den Anschlussstellen Meschede und Arnsberg-Ost in Fahrtrichtung Werl nach rechts von der Straße abgekommen, rutschte dort über den Grünstreifen und kollidierte mit einem abstehenden Kanal-Anschluss aus Beton. Danach überschlug sich der Wagen mehrfach auf der Autobahn, kam am Ende auf der Mittelleitplanke zum Stillstand und geriet in Brand. Der Mann war bereits vorher aus seinem Wagen geschleudert worden - er war auf der Stelle tot. Zunächst konnte der Tote nicht identifiziert werden, später stellte sich dann heraus, dass es sich um Dieter Brinkmann, den Seniorchef der Firma Brista aus Ense, handelte.

Aufsehenerregende Feuerwehreinsätze in Sundern

Gleich zwei spektakuläre Einsätze innerhalb von zwei Tagen gab es im September für die Feuerwehr im Stadtgebiet Sundern. Zunächst hielt ein großflächiger Waldbrand die Brandschützer in Atem: In der Nähe von Gut Selmke in Stemel war auf einer Kyrillfläche ein Feuer ausgebrochen. Zunächst war eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern betroffen, später korrigierte die Feuerwehr die Zahl auf 7000 Quadratmeter. Durch die lange Trockenheit im Sommer drang das Feuer tief in den Waldboden ein. In der Spitze waren 250 Kräfte im Einsatz, am frühen Abend war das Feuer schließlich unter Kontrolle.

Nur zwei Tage später gab es den nächste Großeinsatz für die Sunderner Wehr: In der Kernstadt hatte es im Dachgeschoss eines Wohnauses eine Explosion gegeben, woraufhin ein Brand ausgebrochen war. Dort spielten sich dann dramatische Szenen ab: Ein 24-Jähriger, der sich zum Zeitpunkt der Explosion im Wohnhaus befand, kletterte auf das Dach, von dem er auf die Terasse stürzte. Ein Rettungshubschrauber brachte den jungen Mann in eine Unfallklinik, wo er später verstarb. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hantierte der 24-Jährige damals möglicherweise mit Feuerwerkskörpern und verursachte die Explosion so selbst. "Wir gehen davon aus, dass der Mann in dem Haus Feuerwerkskörper gebaut hat", erklärte ein Polizeisprecher damals.

Entflohener Straftäter in Marsberg

Hubschrauber kreisten an diesem Tag im Oktober über Marsberg, zahlreiche Polizeikräfte waren in der Stadt unterwegs. Der Grund: Ein Straftäter war während eines Arztbesuches im St.-Marien-Hospital aus einem Toilettenfenster geflohen. Mehrere Tage suchte die Polizei nach dem Mann, der zuvor im geschlossenen Vollzug in einem Therapiezentrum in Marsberg untergebracht war. Vier Tage nach seiner Flucht tauchte er dann wieder auf: Gemeinsam mit seiner Anwältin stellte er sich bei der Polizei in Attendorn.

Jona K. aus Wenden von Mitschüler getötet

Der Fall des getöteten Jona K. aus Wenden machte Ende Oktober/Anfang November bundesweit Schlagzeilen. Weil der 16-Jährige nach einem Streit mit seinem 14-jährigen Mitschüler nicht nach Hause gekommen war, hatte die Polizei mit einem Foto nach dem Jungen gesucht. Kurz darauf gab es die traurige Gewissheit: Jona ist tot. Die Ermittlungen konzentrierten sich daraufhin auf den Mitschüler, der im Laufe der Vernehmung auch schließlich zugab, Jona erwürgt zu haben. Die Betroffenheit in der Gemeinde Wenden war riesig, sogar Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann sendete eine emotionale Video-Botschaft. Zur Beerdigung des 16-Jährigen kamen wenige Tage später hunderte Menschen.

Leiche eines 16-jährigen Schülers in Wenden gefunden

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