Rückblick

100 Jahre VfB Marsberg - Die Geschichte des Vereins begann am 4. Juni 1921

Vorstand VfB Marsberg
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Den aktuellen Vorstand bilden: Pressewart Wolfgang Hammerschmidt, Beisitzer Niklas Osterloh, Präsidium Ersan Gültekin, Präsidium Stephan Picht, 2. Geschäftsführer Ralf Larenz, Präsidium Frank Scheibe, Beisitzer Andreas Nolte. Es fehlen: Geschäftsführer Dirk Thoennis, Kassierer Ludger Kemmerling, 2. Kassierer Lothar Osterloh, Jugendleiter Jan Busch, Beisitzer Fred Weber, Timo Runte, Raphael Lorenz und Fred Weber.

Vor 100 Jahren, am 4. Juni 1921, wurde der VfB Marsberg gegründet. Fußball wurde in Marsberg schon früher gespielt. Im Jahr 1920 war die Abteilung Fußball eine Unterabteilung des Turnvereins Marsberg. Mit Gründungsversammlung am 4. Juni 1921 wurde der VfB Marsberg aus der Taufe gehoben. Die Versammlung fand im Vereinslokal Deutsches statt.

Marsberg – Zunächst hatte der VfB keine feste Spielstätte. So trug man die Heimspiele in der Masch (Hein’sche Wiesen), am Rennufer, in der Gansau, an der Westheimer Straße und am früheren Priorschen Sägewerk aus. Zeitweilig wurde kurz vor der Vincentiusmühle gekickt. Erst 1923 erhielt der Verein einen Sportplatz am Rennufer. 1925 wechselte die Spielstätte in die Masch. Zur Saison 1927/1928 wurde erstmals eine Damenabteilung gegründet. In den 30er-Jahren stieg die Mitgliederzahl des Vereins auf 250. 1937 befahlen die damaligen Machthaber den Zusammenschluss mit dem Turnverein.

Nach dem Krieg

Nach dem Krieg bauten die Brüder Anton und Fritz Emmerich den Verein zusammen mit Franz Kordes und Herrn Fuhrmann wieder auf. 1946 stieg die Mitgliederzahl auf 450 Personen. Neben dem Fußballsport wurden zeitweilig eine Damen und Herrenhandballmannschaft, eine Tischtennis und eine Boxabteilung verpflichtet. 1946 gab der VfB den Bau eines Clubheimes mit einer Wohnung für den Platzwart in Auftrag. Das Heim wurde überwiegend in Eigenleistung erstellt und musste in den 70er-Jahren dem Bau des Hallenbades weichen. Der VfB Marsberg war im Fußballkreis Hochsauerland Pionier bei der Errichtung des Sportheimes. Heute fehlt eine entsprechende Stätte.

In den Jahren 1947 traten unter anderem Fortuna Düsseldorf mit dem späteren Weltmeister Toni Turek, Schalke 04 mit den Legenden Fritz Szepan und Ernst Kuzorra und Borussia Dortmund zu Freundschaftsspielen in Marsberg an. 1946/47 spielte der VfB bereits überkreislich im Vorläufer der Bezirksliga des Sauerlandes. Der Verein wechselte dann in die Bezirksliga Paderborn, 1948 dann in den Sportkreis Warburg. In den 60er-Jahren gehörte sogar ein späterer Bundesligaspieler zum VfB Marsberg. Am 29. Mai 1965 trat Rot Weiß Oberhausen zum Ablösespiel für Dieter Hentschel im Diemelstadion an. Der damalige Kapitän des VfB Egon Schönberger weckte ebenfalls das Interesse von Rot Weiß, er blieb allerdings beim VfB.

50-jähriges Jubiläum

Im Jahr 1972 zum Zeitpunkt des 50-jährigen Jubiläums leitete Reinhard Bickmann als Erster Vorsitzender die Geschicke des VfB Marsberg.

1975 schaffte es der damalige Kreisvorsitzende des Kreises Brilon, Karl-Heinz Ehlert, den VfB wieder in den Sportkreis Brilon zurückzuholen. Nach Jahren in der Kreisliga A gelang in der Saison 1980/1981 für ein Jahr die Rückkehr in die Bezirksliga. Danach gehörte der Verein jahrelang der Kreisliga A an.

Erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte

Vor der Saison 1989/90 gelang es dem damaligen Vorsitzenden Manfred Giesche die Firma Ritzenhoff als Sponsor zu gewinnen. Es begann die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft stieg souverän in die Bezirksliga auf. Unter der Regie von Jürgen Ramus stieß mit Uwe Heinzelmann in Neuzugang zum VfB der über die Prager Botschaft aus der DDR ausgereist war und zuvor für Wismut Gera in der 2. Liga der DDR spielte. Der Thüringer war einige Jahre Kapitän der 1. Mannschaft und genießt noch heute höchstes Ansehen in Marsberg. In der Saison 1990/1991 gelang der Durchmarsch in die Landesliga. Vielen ist der spannende Zweikampf mit dem TuS Warstein noch in Erinnerung. Beim vorletzten Heimspiel der Saison 90/91 zauberte der Sponsor Ex-Profi und Ex-Nationalspieler Manfred Burgsmüller aus dem Hut. „41-jähriger Ex-Fußballer geht für den VfB Marsberg auf Torejagd“ so lauteten die Schlagzeilen vor dem Spiel. Vor 2.800 Zuschauer gewann der VfB das Spiel mit 2:1 Toren. Das letzte Spiel gewann der VfB gegen den VfR Winterberg unter musikalischer Begleitung des Musikvereins. Trotz Veränderungen zur nächsten Saison stieg der VfB nach einem Jahr in der Landesliga wieder in die Bezirksliga ab. Auch ein weiteres Spiel von Manfred Burgsmüller konnte den Klassenerhalt nicht sicherstellen. Präsident Johannes Picht hatte aber noch einen Pfeil im Köcher. Am 28. Spieltag zauberte der VfB mit Vidas Savickas, Egidius Meidus und Vaidas Petrauskas drei Litauer aus dem Hut. Sie waren die Garanten für den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga.

„Rasen Sputniks fühlen sich wohl“ titulierte Rolf Hansmann in der Presse im Laufe der Saison 92/93. „Die Wälder, die Berge, die sauberen Straßen und Einkaufsmöglichkeiten – Marsberg ist schon eine interessante Stadt schwärmt Vidas Savickas.“ Nach dem 3:3 beim TuS Medebach ließen der VfB Marsberg die Sektkorken knallen. Bis zur Saison 1998/1999 war der VfB fester Bestandteil der Landesliga wechselte dabei zeitweilig von der Staffel 2 in die Staffel 5. Die Ergebnisse des VfB ließen sich im „Kicker“ verfolgen, das Sportmagazin druckte die Ergebnisse und Tabellen bis einschließlich Landesliga.

1998/1999 kam es zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Der heutige Trainer Paul Bender zog damals als Zehner die Fäden. Vereinslegende Burkhard Hansmann hatte im Herbst seiner Karriere erfolgreich den Wechsel vom Sturmführer zum Abwehrchef vollzogen. Hermann Rhodehutzkurs war Trainer der Überraschungself. Am Pfingsmontag des Jahres 1999 gewann der VfB mit einem Schützenfest das letzte Heimspiel der Saison und sicherte sich den Aufstieg in die Verbandsliga. Das deutsche Haus in Marsberg war komplett in den Vereinsfarben geschmückt. Der Jubel kannte keine Grenzen. Zwei Jahre spielte der VfB in der Verbandsliga, am Ende des zweiten Jahres stand der Abstieg in die Landesliga fest. Lange konnte sich der VfB nicht in der Landesliga halten. Der Verein spielte in der Folgezeit im Wesentlichen in der Bezirksliga. Mit Paul Bender an der Linie gelang im Jahr 2009/2010 noch einmal der Aufstieg in die Landesliga. Dort konnte sich der VfB nur ein Jahr halten. 2014 kam es dann nach 25 Jahren höherklassigem Fußball zum Abstieg in die Kreisliga. Nachdem der VfB den Aufstieg in die Bezirksliga zweimal knapp verpasste, gelang 2017 die Rückkehr in die Bezirksliga. Nach drei Jahren in der sogenannten Bundesliga des Sauerlandes wechselte der VfB in dieser Spielzeit wieder in die Bezirksliga Paderborn.

Rückkehr in den Sportkreis Brilon/Hochsauerland

Seit der Rückkehr in der Sportkreis Brilon/Hochsauerland wurde der VfB 3 Mal Kreismeister, dreimal Bezirksligameister und einmal Meister der Landesliga.

Zu Zeiten, als es noch den Amateurländerpokal gab, wurde ein Spiel der Westfalenauswahl gegen die Auswahl von Hessen in Marsberg ausgetragen. Aktuell nehmen drei Seniorenmannschaften am Spielbetrieb teil. Bei den Jugendmannschaften sind alle Altersklassen im Rahmen der JSG besetzt, darüber hinaus existiert eine Mädchenmannschaft. Es gab in der Vergangenheit mehrere Versuche, Frauenfußball im Verein zu verankern, leider waren alle Projekte nur von kurzer Dauer.

Den aktuellen Vorstand bilden:

Präsidium: Ersan Gültekin, Stephan Picht, Frank Scheibe, Geschäftsführer: Dirk Thoenies, Stellvertreter Ralf Larenz, Kassierer Ludger Kemmerling, Stellvertreter Lothar Osterloh, Jugendleiter Jan Busch, Pressewart Wolfgang Hammerschmidt, Beisitzer Andreas Nolte, Fred Weber, Timo Runte, Raphael Lorenz, Matthias Kloke.

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