CDU und Bündnis 90/Die Grünen ziehen Resümee

Ziele, Vorhaben und bereits Erledigtes: 100-Tage Marke der Koalition in Marsberg ist erreicht

Kloster Bredelar
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Ein besonderes Anliegen für die Koalition sei es, das Museum der Stadt Marsberg und das Begegnungs- und Kulturzentrum Kloster Bredelar (Foto), für die lokale und auch überregionale gute Arbeit, weiterhin finanziell angemessen auszustatten.

Die Koalition von CDU und Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Marsberg ziehen Resümee und werfen einen Ausblick in die folgenden Monate und nehmen Stellung zu bereits aufgenommenen oder aber auch abgearbeiteten Themen.

Marsberg – Die Tinte des Koalitionspapiers war bildlich gesprochen gerade getrocknet, direkt nach „dem Segel setzen“, nahm die Koalition „volle Fahrt auf“ und geriet direkt in die „heftigen Wogen“. Ein aktuell sehr bedeutsames Thema, die Ausweisung des Europäischen Vogelschutzgebietes „Diemel- und Hoppecketal mit Wäldern bei Brilon und Marsberg“ wurde öffentlich bekannt und damit zu einem der Schwerpunktthemen. Nicht nur innerhalb der Koalition, sondern auch mit Verantwortlichen wurden Gespräche geführt und unterschiedliche Möglichkeiten diskutiert.

Absolutes Novum

Die Corona-Pandemie macht das jedoch, ohne den persönlichen, direkten Kontakt zu pflegen, nicht gerade einfach. Doch Krisen schweißen zusammen und bringen Menschen, trotz eingehaltenen Abstandsregeln, näher zusammen. Eine noch nie dagewesene Koalition aus „schwarz“ und „grün“, hier in Marsberg, ein absolutes Novum, hatte keinen leichten Start. „Dennoch sind wir uns einig, dass die Zusammenarbeit bisher sehr gut funktioniert, Besprechungen und Absprachen sind es, die das Gemeinsame ständig näher- und weiterbringen. In diesen laufenden Prozessen sind wir sehr zuversichtlich und darüber hinaus auch grundsätzlich sehr zielführend unterwegs“, so die Fraktionsvorsitzenden beider Parteien, Matthias Mönnighoff (CDU) und Christian Böttcher (Bündnis 90/Die Grünen).

Vogelschutzgebiet

Dem Antrag auf Verlängerung der Offenlage des Vogelschutzgebietes wurde seitens der Bezirksregierung zugestimmt. Eine Verlängerung der Offenlage konnte, um weitere 2,5 Monate, bis zum 30. April erzielt werden. „Ein erster Schritt, um die übergeordneten Interessen mit den Bürgern der Stadt ab jetzt auch im Austausch angehen zu können. Ein Konsens mit allen betroffenen Parteien ist uns ein großes Anliegen“, so die Fraktionsvorsitzenden weiter.

Wehrleiter

Die Koalition hält an einer hauptamtlich verorteten Stelle des Wehrleiters fest und will dem Antrag der Feuerwehr nachkommen. Für diese Pflichtaufgabe der Stadt werden uneingeschränkt handelnde Personen benötigt. „Von Wehrleitung, Löschzug- und Löschgruppenführern sowie der Verwaltung erwarten wir einen Vorschlag für die zukünftige Besetzung der Stelle. Wir investieren permanent in die Feuerwehr und leiten diese Investitionen aus dem Brandschutzbedarfsplan ab. Der Brandschutzbedarfsplan ist für uns ein ,lebendes’ Dokument, welches ständig die Gegebenheiten betrachtet und damit immer aktualisiert und angepasst werden muss.“

Infrastruktur

Nach dem Motto „Marsberg in Bewegung“ gehe die Koalition weiterhin und neu bestärkt die immer wieder geforderte Modernisierung der städtischen Infrastruktur an. „Wir wollen attraktiver und moderner werden und bringen unsere Ideen im Arbeitskreis mit ein. Hauptprojekt ist die sogenannte ,Gelbe Schule’ mit dem Umbau für die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv. Gleiches gilt dem jetzt beginnenden Innenstadtkonzept, hier müssen wir gemeinsam für die Stadt in die Gespräche kommen.“ Am Beispiel „ZOB (Zentraler Omnibus-Bahnhof)“ habe die Koalition die große Chance schon frühzeitig am Umstrukturierungsprozess teilzunehmen und damit Planungen und Investitionen in die richtigen Bahnen zu lenken. Das Projekt wird nicht nur eine deutliche Verschönerung des Stadtbildes zur Folge haben, sondern ist auch eine besondere Aufwertung für das „Tor zum Sauerland“.

Klimaschutz

Klimaschutzmanager und der Klima- und Nachhaltigkeits-Beirat sind ein weiterer sehr großer Meilenstein der Koalition. Hier laufen bereits die ersten Gespräche an und wenn es dann die Möglichkeit von Präsenzveranstaltungen gibt, sollen die ersten Ergebnisse mitgeteilt und die Bürgerbeteiligung stattfinden.

Digitalisierung

Höchste Priorität, gerade während der Corona-Pandemie, habe der Bereich Digitalisierung der Schulen. Die angeforderten Endgeräte sind angekommen und einsatzbereit. Auch vor der Verwaltung darf die Digitalisierung nicht Halt machen. Eine zukunftsfähige, digitale Verwaltung sei ein Muss. Ziel müsse es sein, die Prozesse durch die Digitalisierung zu verbessern und zu vereinfachen. Die Verwaltung müsse unter anderem zum Online-Gesprächspartner für den Bürger werden. Für die Mitarbeiter der Verwaltung dürfe das Thema „Mobil Working/ Homeoffice“ kein Fremdwort bleiben. „Wir müssen aus den Erfahrungen der Pandemie lernen und unsere Erkenntnisse daraus ziehen. Die Ratsmitglieder werden unter anderem mit iPads ausgestattet und erhalten dann ihre Sitzungsvorlagen und alle weiteren Informationen auf elektronischem Weg. Möglichst wenig Papier schont nicht nur nachhaltig die Umwelt, sondern vereinfacht auch die Arbeit der Verwaltung und reduziert dazu auch noch Kosten“, erläutern die Koalitionspartner.

Kultur

„Auch wenn in dieser Zeit des Verzichts und Lockdowns wenig an Kultur, Bildung und gemeinschaftlichen Veranstaltungen möglich ist, war es uns ein besonderes Anliegen das Museum der Stadt Marsberg und das Begegnungs- und Kulturzentrum Kloster Bredelar, für die lokale und auch überregionale gute Arbeit, weiterhin finanziell angemessen auszustatten.“ Dadurch soll Marsberg mit den besonderen Institutionen bekannter gemacht werden und die Bedeutung dieser wichtigen Bereiche hervorgehoben werden.

Fazit

Gemeinsames Fazit: „Der erste wichtige Schritt in der Koalition von CDU und Bündnis 90/Die Grünen ist gemacht und wir werden weiter dafür arbeiten, unser schönes Marsberg attraktiver und lebenswert zu machen.“

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