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20-Jähriges Bestehen: Förderverein Historisches Obermarsberg zieht Bilanz

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Ziehen nach 20 Jahren Förderverein Historisches Obermarsberg eine positive Bilanz: Heiner Duppelfeld (Leiter des Museums der Stadt Marsberg und zweiter Vorsitzender des Fördervereins) sowie der Vorsitzende Detlev Steinhoff (re.).
Ziehen nach 20 Jahren Förderverein Historisches Obermarsberg eine positive Bilanz: Heiner Duppelfeld (Leiter des Museums der Stadt Marsberg und zweiter Vorsitzender des Fördervereins) sowie der Vorsitzende Detlev Steinhoff (re.). © Förderverein Historisches Obermarsberg

Obermarsberg – Die Vorstandsmitglieder des Fördervereins Historisches Obermarsberg zogen auf ihrer letzten Sitzung unter dem Vorsitz von Detlev Steinhoff nach 20 Jahren eine äußerst positive Bilanz.

Aktuell ist der Geopfad rund um Obermarsberg nahezu fertig und stellt für die Stadt Marsberg ein touristisches Highlight dar. Auf dem 5,5 Kilometer langen Rundwanderweg erschließen 14 Stationen, die aber auch einzeln aufgesucht werden können, historische, bergbauliche und geologische Besonderheiten der Stadt. Überwiegend Sponsoren von außen, aber auch der Förderverein und der Geopark „GrenzWelten“ finanzierten das Objekt, die Stadt Marsberg übernahm die Baukosten. Sinnvoll ergänzt wird diese Besonderheit durch die Neugestaltung der bergbaulichen und geologischen Ausstellung im Museum der Stadt Marsberg sowie durch die Einrichtung eines Geofoyers des Geoparks in demselben. Eigen- und Fördermittel machen dies möglich. 

Auch mit dem in der Vergangenheit Geleisteten braucht sich der Förderverein Historisches Obermarsberg nicht zu verstecken. Seit der Gründung des Vereins im März 2020 durch den damaligen Bezirksverwaltungsstellenleiter Friedhelm Bracht ist eine Menge geleistet worden. Rund 110.000 Euro (ohne Berücksichtigung der vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden) sind seitens des Vereins in der Oberstadt investiert worden, zum Beispiel für die Erneuerung der Stadtmauer im Süden, für den Aufbau und die Restauration des Wasserturms, für Altarbilder in der Nikolaikirche. 

Erwähnt werden müssen aber auch die Instandsetzung der Kapelle auf dem Calvarienberg und die Errichtung eines neuen Kreuzes auf demselben. Erst kürzlich beteiligte sich der Verein bei der Erneuerung des vom Einsturz bedrohten Benediktusbogens, bei der Ausbesserung der Rolandsfigur und eines Fußfalls an der Stiftskirche. Wegkreuze in allen vier Himmelsrichtungen der Stadt, die Kerkerbeleuchtung am Buttenturm (mehrmals) wurden ebenfalls mit finanziellen Mitteln des Fördervereins instandgesetzt. 

Unterstützt wurde auch eine neue Lautsprecheranlage in der Stiftskirche. Der Verein betreibt schließlich auch die öffentliche Toilette (rund 1000 Euro/ Jahr) und stellt darüber hinaus den Jugendlichen der Oberstadt die Zunftstube zur Verfügung. Nicht unerheblich für die Entwicklung Obermarsbergs und der Gesamtstadt ist die Verlagerung des „Museums der Stadt Marsberg“ (das frühere Heimatmuseum) in attraktive Räume der ehemaligen Sturmigrundschule im Jahr 2014. Maßgeblich beteiligt daran waren Friedhelm Bracht im Stadtrat, Detlev Steinhoff im Förderverein und der damalige Museumsleiter Hermann Runte. Das damals leerstehende Schulgebäude kann so heute sinnvoll genutzt werden, aber nicht nur durch das Museum, sonderen auch durch die Nutzung der Gymnastikhalle seitens des Sportvereins und durch die Borromäusbücherei seitens der Kirche. 

Das Stadtmuseum liegt aufgrund seiner räumlichen Verlagerung heute im historischen und touristischen Zentrum der Gesamtstadt. Durch die Übernahme eines großen Teils der Verantwortung für das Museum seitens des Fördervereins (unabhängig von den eingangs erwähnten 110000 Euro) konnte es in den letzten Jahren zu einem attraktiven außerschulischen Lernort (siehe hier die Kooperationsverträge mit allen Schulen der Stadt) und zu einem Ort der Begegnung der Bevölkerung der Gesamtstadt und darüber hinaus entwickelt werden. 

Durch den Umbau der ehemaligen Aula konnte ein häufig genutzter Vortrags- und Präsentationsraum, zum Beispiel für Sonderausstellungen geschaffen werden, zurzeit zum Thema „Damals in der DDR“. Das Museum zieht also Menschen in die Oberstadt und Gesamtstadt, ist damit ausgesprochen belebend und wirtschaftsfördernd. Aktuell laufen Planungen für die Erweiterung des Museums in den ehemaligen Lehrerwohnungen der ersten Etage. Darüber wurde vor kurzem berichtet. Der Ausbau ist auch im Interesse der Museumslandschaft des Hochsauerlandkreises und des LWLs in Münster. 

Die finanziellen Mittel für das Museum werden in erster Linie durch Sponsoren und Fördergelder, aber auch durch Eigenmittel aufgebracht. Dank der Unterstützung seiner Mitglieder, zurzeit 313, konnte der Verein vieles für Obermarsberg ermöglichen. Neue Mitglieder sind immer willkommen, denn die Fördermittel fallen um so höher aus, je mehr Mitglieder ein Verein aufzuweisen hat. 

Der Förderverein freut sich auf die nächsten 20 Jahre.

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