Stadt Marsberg stellt neuen Schulentwicklungsplan vor

Von acht auf sieben Klassen

In Marsberg wird die Anzahl der Eingangsklassen von acht auf sieben reduziert. Foto: pixelio.de/Dieter schütz

Bürgermeister Hubertus Klenner stellte am Donnerstagabend bei einer öffentlichen Ratssitzung mit seiner Vertreterin Maria Lindemann den Beschluss bezüglich des achten Schulrechtsänderungsgesetzes vor.

Von Emily Engels

Das neue vom Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen erstellte Gesetz zur Schulrechtsänderung ist am 21. November 2012 in Kraft getreten. Einfach gesagt: Es geht darum, dass die Anzahl der Eingangsklassen an Grundschulen im Bezirk Marsberg von acht auf sieben Klassen reduziert werden muss. Dies wiederum liegt an der eingeführten „Kommunalen Klassenrichtzahl“.

Um die Anzahl der Klassen in Marsberg zu berechnen addiert man zunächst die gesamte Anmeldezahl der Katholischen Grundschule Marsberg mit 87 Anmeldungen, der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Egge-Diemel Westheim mit 34 Anmeldungen und der GGS Giershagen mit 32 Anmeldungen. Diese werden danach durch 23 geteilt. Bei den 153 Kindern, die dieses Jahr angemeldet wurden, kommt man somit aufgerundet auf sieben Klassen.

Extremfall in Giershagen?

Nun lag es am Rat, zusammen mit den Schulleitern der betreffenden Schulen eine Lösung zu finden. In Giershagen wird damit gerechnet, dass zwei bis vier Kinder eine Schule mit Förderbedarf besuchen werden und man somit auf eine eigentliche Anmeldezahl von 28 bis 30 Kindern (und somit auf die kleinste Anmeldezahl der drei Schulen) kommt. So wurde der Beschluss gefasst, vier Klassen in Marsberg, zwei in Westheim und eine Klasse in Giershagen zu bilden.

Dies habe den Vorteil, dass sechs kleinere Klassen – davon vier in Marsberg (mit je circa 22 Schülern) und zwei in Westheim (mit je circa 16 Schülern) – gebildet werden könnten. Falls es nun in Giershagen dazu komme, dass es tatsächlich 30 Neuanmeldungen gäbe (also der „Extremfall“ der oben bereits erwähnten Berechnung von 28 bis 30 Anmeldungen), müsse ein Kind in Marsberg eingeschult werden. Um welches Kind es sich hierbei handeln würde, solle anhand verschiedener Kriterien und individueller Elterngespräche festgestellt werden.

-> Welche Kriterien dies sind und wie der Rat reagierte auf Seite 2.

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