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Alter neuer Chef

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Johannes Wüllner und Maria Lindemann gratulierten Alfons Kleffner (Mitte) zur Wiederwahl als Chef der Feuerwehr Marsberg. Foto: Kristin Sens
Johannes Wüllner und Maria Lindemann gratulierten Alfons Kleffner (Mitte) zur Wiederwahl als Chef der Feuerwehr Marsberg. Foto: Kristin Sens

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause verabschiedete der Stadtrat in Marsberg eine Reihe von wichtigen Vorhaben, wie die Einführung einer Sekundarschule und die Schließung der Förderschule.

Wie berichtet, erreicht die Kerschensteiner Schule nicht mehr die benötigten Schülerzahlen. Ursache dafür ist unter anderem die Umsetzung des Inklusionsgesetzes, wonach zuerst die Schüler des Förderschwerpunkts Lernen in den Regelschulbetrieb übernommen werden. Die Förderschule wird zum Ende des nächsten Schuljahres aufgelöst, die Schüler in die Realschule übernommen. Der für die Schulen zuständige Amtsleiter Hubert Aßhauer erklärte, man werde den Übergang für die Schüler gut vorbereiten. „Wir haben jetzt ein ganzes Jahr Zeit, das in die Wege zu leiten.“ Die Informationsveranstaltungen für die Eltern seien gut angenommen worden, berichtete er. Bei zwei Enthaltungen stimmte der Rat der Entscheidung zu.

Umstrittener ist die Einführung einer Sekundarschule (der SauerlandKurier berichtete), aber auch hier wurde, bei zwei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen, beschlossen, das Vorhaben weiter zu verfolgen und nach den Ferien die erforderliche Elternbefragung auszuführen. Während die meisten Gegner Sekundar- und Gesamtschulen generell als „Schulmoloche“ ablehnen, kam von den Grünen Kritik von der anderen Seite: Reinhard Heithorst erklärte, den Betrieb der Sekundarschule könne man wegen der Entwicklung der Schülerzahlen nur für circa neun Jahre garantieren. Er hätte eher die Einführung einer Gesamtschule befürwortet.

Stadtbranddirektor Alfons Kleffner wurde vom Rat einstimmig für weitere sechs Jahre wiedergewählt. 2007 hatte er erstmals das oberste Amt für die Freiwillige Feuerwehr Marsberg übernommen. Großes Lob erhielt er vom Ratsvorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeister Johannes Wüllner sowie von der Allgemeinen Vertreterin des Bürgermeisters, Maria Lindemann.

Höhere Gebühren beschlossen

Passend dazu stellte die SPD einen Antrag, die Aufwandsentschädigungen des Wehrleiters und seiner Stellvertreter den Sitzungsgeldern anzupassen, die in den politischen Gremien üblich sind. „Sie werden nicht ihrer Arbeit und ihrem Einsatz angemessen entschädigt“, stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Prümper fest. Die Angelegenheit wird jedoch erst im Ausschuss für Feuerwehr, öffentliche Ordnung und Verkehr beraten, wie die Ratsmitglieder einstimmig entschieden. Einmütig wurden auch die Anträge zur Änderung der Gebührensatzungen bei den Verwaltungsgebühren sowie der Entsorgung bei Entwässerungsanlagen verabschiedet. Neu hinzugekommen sind Gebühren für Straßenaufbrüche (geschätzte Mehreinnahmen für die Stadt: 6.500 Euro) sowie für Anträge zur Befreiung von den Rundfunkgebühren (voraussichtliche Einnahmen 1.500 Euro).

Kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt wurde ein Antrag für außerplanmäßige Ausgaben, um ein neues Rahmenwerk am Wehr in Westheim zu bauen. Die geschätzten Kosten von rund 12.000 Euro sollen durch einen Teil der Mittel gedeckt werden, die ursprünglich für die Waldecker Straße eingestellt waren

Mit Bedauern verabschiedete sich der Rat von Bauamtsleiter Alfons Strümper, der Ende August zur Verwaltung in seinem Wohnort wechseln möchte. Strümper war seit 2010 Leiter des Bauamts. „Sie haben in Marsberg eine Top-Ausbildung erhalten und sind nun für alles gefeit“, erklärte Ratsvorsitzender Johannes Wüllner. (Von Kristin Sens, marsberg@sauerlandkurier.de)

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