SPD Marsberg mahnt verbesserungswürdige Zustände an

Barrierefreiheit unter der Lupe

In der Reihe „SPD-Fraktion vor Ort“ hat die Marsberger SPD innerstädtische Bereiche besichtigt und neben einigen guten Ansätzen nicht wenige, verbesserungswürdige Zustände vorgefunden, so sagen die Genossen in einer Pressemitteilung.

Zusammen mit der Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen im LWL-Therapiezentrum, Ralf Walfort, und dem Marsberger Ortsvorsteher Manfred Giesche untersuchten zwei Rollstuhlfahrerinnen und die Mitglieder des SPD-Stadtverbandes in einer zweistündigen Begehung rund 80 an und in der Nähe der Hauptstraße liegende Geschäftsgebäude ebenso wie das Bürgerhaus.

Während die abgeflachten Bürgersteige und die Eingänge der Sparkasse und der Volksbank positiv notiert wurden, gab insbesondere das Bürgerhaus Anlass zur Kritik. Hier findet sich zwar die einzige, behindertengerechte Toilette der Stadt, diese ist aber mit einem Rollstuhl nicht erreichbar. Selbst wenn man in das nicht immer geöffnete Gebäude gelangt, kann dort der Fahrstuhl in das Untergeschoss nicht genutzt werden, da der Ausgang zugestellt ist.

Ein unhaltbarer Zustand auch nach Auffassung des Stadtmarketing Marsberg: „Als öffentliche und einzig behindertengerechte Toilette der Stadt ist das Bürgerhaus auch an den Wochenenden ein Muss“, so dessen Geschäftsführer Rüdiger Nentwig.

Problembewusst zeigten sich nahezu alle Einzelhändler, deren Hilfsbereitschaft hierneben vorbildlich war. Die Rollstuhlfahrerinnen mussten jedoch bei vielen der mit Treppen und Stufen versehenen Eingänge der Geschäfte zunächst von außen auf sich aufmerksam machen, bevor ihnen Türen geöffnet oder barrierefreie Seiteneingänge gezeigt werden konnten. Hier regten die Beteiligten eine gut sichtbare, einheitliche Kennzeichnung der Ladenlokale an, durch die auch ortsunkundige Menschen mit Behinderung angesprochen und informiert werden.

Weitere Verbesserungsvorschläge – zum Beispiel bei der Ausweisung von Parkflächen und Beseitigung von Bordsteinen und Rinnen – werden in einer Arbeitsgruppe besprochen und an die Verwaltung weitergeleitet. Interessierte können sich bei dem Fraktionsvorsitzenden Peter Prümper melden und mit eigenen Vorschlägen einbringen.

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