Gesprächsrunde resümiert über bisherige Begegnungen

Besuch aus Lillers

Das Partnerschaftskomitee aus Lillers unternahm bei seinem Besuch Ausflüge im Marsberger Stadtgebiet.

Gäste aus der Partnerstadt Lillers wurden bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in Marsberg begrüßt.

Im Mai hatte bereits der Besuch der Franzosen im Rahmen der Zusammenarbeit am “Interkulturellen Projekt Erster Weltkrieg“ stattgefunden. Der Gegenbesuch der Marsberger am Pfingstwochenende mit der Fortsetzung der Arbeit am gemeinsamen Projekt ist allen Beteiligten noch in Erinnerung. Diesmal sollte ein Resümee der erfolgreichen Begegnungen gezogen werden und gleichzeitig die Planung für partnerschaftliche Austausche im kommenden Jahr erfolgen.

Nach einer kurzen gemeinsamen Begrüßung verbrachten die Gäste den Abend in ihren Gastfamilien, zu denen meist langjährige Kontakte bestehen. Auch der Samstagvormittag bot vielfältige Möglichkeiten zur Eigengestaltung wie Kirmes- und Einkaufsbummel.

Die Deutsch-Französische Gesprächsrunde hatte sich bewusst dafür entschieden, Ausflüge im Marsberger Stadtgebiet zu unternehmen, um den Gästen des Partnerschaftskomitees aus Lillers interessante Aspekte aus dem heutigen Wirtschaftsleben in Marsberg und auch aus der Geschichte Marsbergs zu verdeutlichen. Zunächst fand am Samstagnachmittag eine Unternehmensbesichtigung statt. Bei der anschließenden Weiterfahrt nach Obermarsberg wurde allen bei sonnigem Herbstwetter deutlich, welch schöne Landschaft Marsberg bietet.

Geschichtliche Bedeutung

Nächstes Ziel war das neue Heimatmuseum der Stadt Marsberg in der ehemaligen Grundschule in Obermarsberg. Dort warteten bereits Museumsleiter Hermann Runte, äußerst sachkundig unterstützt von Gerd Rosenkranz, um die Gäste durch die neu gestalteten Räume zu führen. Die in Gruppen aufgeteilten Besucher verstanden so die geologischen und wirtschaftlich daraus resultierenden Gegebenheiten und andererseits die geschichtliche Bedeutung Obermarsbergs und Marsbergs besser. Dank der den beiden Museumsführern deutlich anzumerkenden Begeisterung und ihres arbeitsintensiven ehrenamtlichen Engagements für das Heimatmuseum ließen sie äußerst zufriedene Besucher zurück. Der Abend klang dann im museumseigenen Café „Sturmius“ bei einem gemeinsamen Abendessen gemütlich aus.

Das im wechselseitigen Austausch stattfindende Arbeitsgespräch fand am Sonntagmorgen im Bürgerhaus statt. Zunächst erfolgte ein ausführlicher Rückblick auf das gemeinsame Projekt und die Begegnungen in Marsberg und Lillers.

Großes Interesse fand ein von dem französischen Journalisten Philippe Vincent gestaltetes Fotobuch, das den Verlauf der gemeinsamen Zusammenarbeit dokumentiert. Es zeigt deutlich, welch vielfältige Aktivitäten auf beiden Seiten stattgefunden haben, wie das Gedenken an den blutigen Ersten Weltkrieg als Mahnung dient und heute freundschaftliche Begegnungen zum besseren Verständnis zwischen Franzosen und Deutschen beitragen.

Im anschließenden Gespräch wurden Vorschläge zu weiteren Begegnungen im kommenden Jahr gemacht wie Treffen der Fußballer, Kontakte der Jugendfeuerwehr, den Versuch, auch auf Marsberger Seite mehr Musiker für den Austausch mit Lillers zu gewinnen. Das deutliche Engagement vieler Bürger aus beiden Partnerstädten hat erneut gezeigt, wie wichtig und gegenseitig bereichernd solche Treffen wie die im zurückliegenden Jahr für alle Beteiligten sind. Trotz der verkehrsbedingt langwierigen Rückreise wurde aus Lillers am späten Abend bestätigt, dass alle französischen Gäste mit dem Verlauf dieser Begegnung sehr zufrieden waren.

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