Initiative stellt Projekt Bürgerwiese im Ausschuss vor

Breite Zustimmung

Anerkennung und breite Zustimmung erntete die Arbeitsgruppe der Bürgerhilfe bei der Vorstellung ihres Vorhabens „Bürgerwiese“ in der Sitzung des Bauausschusses.

Das ist genau das, was die Aktiven brauchen: Nun können sie in die konkreten Planungen gehen.

Wie berichtet, möchte die Arbeitsgruppe in den Diemel-auen zwischen Brücke und Hallenbad eine Bürgerwiese anlegen, als generationenübergreifender Treffpunkt. Ausgegangen war die Initiative von einigen jungen Müttern, die feststellten, dass es, außerhalb der Vereine, immer weniger Freizeitmöglichkeiten für ihre Kinder in Marsberg gibt. Sie stellten außerdem fest, dass die Diemelaue mit dem Diemelradweg, der dort verläuft, stellenweise wenig einladend ist. Das Gelände befindet sich zudem in unmittelbarer Nähe zu weiteren Freizeiteinrichtungen wie Hallenbad, Minigolfanlage und Skateranlage. Die Bürgerwiese soll zu einer zentralen Begegnungsstätte für alle Niedermarsberger werden.

Nachdem die Vorsitzende des Bürgehilfevereins Gerlind Ulrich mit einem bebilderten „Spaziergang“ die heutige Situation der Diemelauen nebst einigen ihrer Schwachstellen vorgestellt hatte, berichtete Sandra Pohlmeyer darüber, was genau geplant ist. Wichtig ist den Initiatoren, das Gelände naturnah und barrierefrei zu gestalten. Als Vorbild dient ein Spielplatz bei Lemgo – deren Erbauer, der Verein Ideenwerkstadt Lebens(t)raum, ist als Projektpartner dabei. Neben Spielgeräten für Kinder sowie einem Wasserspielplatz sind Outdoor-Fitnessgeräte für Senioren geplant. „Wir wollen die Gesundheit und Beweglichkeit aller Bürger fördern“, erläuterte Pohlmeyer.

Ein offenes Projekt für jedermann

Für Wanderer und Radfahrer soll zudem ein attraktiver Rastplatz geschaffen werden. Wegen der Bepflanzung, angedacht ist zum Beispiel die Anlage einer blühenden Wiese, hat die Arbeitsgruppe Kontakt zu Naturschutzvereinen aufgenommen. Auch die K+S Seniorenresidenz ist mit dabei; sie will drei Viertel der Kosten für die Fitnessgeräte übernehmen. Die Schützenbrüder krempeln schon die Ärmel hoch, sie wollen bei Arbeitseinsätzen helfen. Besonders Jugendliche sollen bei dem Projekt mit eingebunden werden. „Es soll ein offenes Projekt sein, wo jeder mitmacht und mit Spaß und Freude dabei ist – das stärkt den Gemeinschaftssinn“, so Pohlmeyer.

Die Ausschussmitglieder waren durchweg beeindruckt. „Daraus könnte etwas Großartiges entstehen, was für Marsberg auch ein Alleinstellungsmerkmal wäre“, legte der Ausschussvorsitzende Johannes Wüllner vor. SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Prümper erkannte ebenfalls „eine gute Chance mit einem Mehrwehrt und einer Identitätsstiftung für die Kernstadt“.

Heinrich Emmerich gab zu bedenken, dass ein „vernünftiges finanzielles Konzept“ vorgelegt werden müsse, um zu sehen, ob das Vorhaben „Hand und Fuß“ hat. Die Erste Allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters Maria Lindemann erklärte, dass es zunächst nur darum gehe, dass die Politik grünes Licht gibt für den Abschluss eines Nutzungsvertrages für das Gelände. Eine solche Vereinbarung wäre Grundlage mit der Planung zu beginnen. Bauamtsleiter Werner Besche ergänzte: „Die Initiatoren brauchen eine gewisse Rechtssicherheit, weil bereits in die Planung viel Arbeit investiert wird und es auch Geld kostet. Welchen Anteil der Kosten eventuell die Stadt übernimmt, darüber wird der Rat später zu entscheiden haben.“

Bisher steht allerdings noch nicht fest, wie groß genau das Gelände werden soll. Ursprünglich war nur das Areal östlich des Freibadgeländes angedacht. Inzwischen gibt es Überlegungen, Teile des Freibadgeländes und das bestehende Beachvolleyballfeld einzubeziehen. Die Initiatoren der Bürgerwiese zeigten sich nach der Sitzung erleichtert, dass ihr Vorhaben von einem so breiten politischen Konsens getragen wird. „Das ist schön, jetzt kann es so richtig losgehen“, sagte Ulrich und lud ausdrücklich ein: „Jeder, der Ideen und Vorschläge hat, kann mitmachen.“ (Von Kristin Sens, marsberg@sauerlandkurier.de)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare