Natur- und Landschaftsführer erkunden Kilianstollen

Chance für Tourismus

Die zertifizierten Natur- und Landschaftsführer erlebten einen beeindruckenden Tag in Marsberg mit vielen neuen Informationen.

Die zertifizierten Natur- und Landschaftsführer der Region östliches Sauerland, Waldeck-Frankenberg und südliches Niedersachsen sowie die entsprechenden Vertreter der Touristik trafen sich zu einer Fortbildungs- und Informationsveranstaltung in Marsberg.

Im Dezember hatten die Landschaftsführer ihre Grundausbildung in Korbach im Rahmen einer mehrteiligen Prüfung abgeschlossen. Nun steht eine Zusatzausbildung im Bereich der speziellen Ostsauerländer Geologie und Landschaftsentwicklung an. Auf Einladung des Marsberger Heimatbundes wurde das Besucherbergwerk Kilianstollen unter der Leitung von Wilfried Hoppe und Gerhard Rosenkranz (ebenfalls Kursteilnehmer) erkundet. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von der Grenze Devon/Karbon, die an der Firste der neuen Friederike auf einer langen Strecke zu verfolgen ist und durch ihren Farbwechsel begeistert.

Maria Lindemann, ständige Vertreterin des Bürgermeisters und selbst Teilnehmerin der Untertage-Exkursion, machte deutlich, dass es in der Region zwar eine große Anzahl von sehenswerten Bio- und Geotopen gibt. Allerdings ist deren Potenzial bisher nur zu einem kleinen Teil ausgeschöpft, weil es an fachlich und didaktisch gut gemachten Führungsangeboten mangelt. Hier sieht sie eine gute Einsatzmöglichkeit für die Natur- und Landschaftsführer und eine Chance, das touristische Angebot ohne große Kosten nachhaltig zu erweitern.

Rüdiger Nentwig vom Stadtmarketing Marsberg gab einen Überblick über die Naturschönheiten des Marsberger Raumes sowie der touristischen Angebote vor Ort. Dieter Pollack, Geschäftsführer des Naturparks Diemelsee, stellte die Region vor und bat die Natur- und Landschaftsführer für Führungen zur Verfügung zu stehen.

Dann ging es im Schneetreiben auf den Eresberg. Selbst eine gehbehinderte Teilnehmerin schaffte die Fahrt über den Steilanstieg klaglos. Angekommen, erläuterte Hermann Runte die Topografie des Eresberges, die Verebnungsflächen und die Quellen. In der Stiftskirche bewies er sein Wissen und erläuterte die Ursprünge der Kirche. Mit einem Rundgang durch die Kirche, Ausflügen in die Zeitgeschichte, die Herausstellung der besonderen Bedeutung der Kirche und Obermarsbergs endete diese Führung.

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