Ausgezeichnet Radfahren

Diemelradweg hat vier von fünf ADFC-Sterne erhalten

Die Bürgermeister und Landräte der Anliegerkommunen des Diemelradweges freuen, sich dass drei Jahre lange intensive Arbeit Früchte trägt: Der Radweg hat das Gütesiegel „ADFC-Qualitätsradroute“ bekommen.

Marsberg. „Kaum ein Urlaubssegment wächst so dynamisch wie der Radtourismus in Deutschland.“ Das ergab die ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2017. 5,2 Millionen Bundesbürger haben 2016 einen Radurlaub unternommen, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei über 200 Fernradwegen in Deutschland ist die Auswahl groß. Hilfe bei der Entscheidung bietet das Gütesiegel „ADFC-Qualitätsradroute“. Seit 2017 gehört mit vier Sternen auch der Diemelradweg dazu.

Drei Jahre intensive Arbeit haben sich gelohnt, darüber sind sich Bürgermeister und Landräte der Anliegerkommunen und -kreise einig. Ein großes Ziel ist in kürzester Zeit erreicht: Der Diemelradweg hat vom ADFC vier von fünf Sternen erhalten und gehört nun zu den Top-Radwegen in Deutschland.

Der Flussradweg von Willingen-Usseln bis Bad Karlshafen wurde nach deutschlandweit einheitlichen Kriterien wie Befahrbarkeit, Oberflächenbeschaffenheit, Wegweisung, Routenführung, touristische Infrastruktur und Öffentlicher Nahverkehr unter die Lupe genommen. Besonders die Arbeit über Kreis- und Ländergrenzen hinweg, wurde hervorgehoben und gelobt.

Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit ist die Radwegbrücke inklusive Zufahrten zwischen Wrexen und Scherfede. Diese haben die Stadt Warburg und die Gemeinde Diemelstadt ausgebessert, sodass nun die Radfahrer ohne größere Umstände die Diemel queren können. Auf der hessischen Seite wurde dieses Gemeinschaftsprojekt mit Mitteln aus dem Leader-Förderprogramm finanziert.

Umfangreiche Maßnahmen

Die Qualität des Radweges soll gesichert und verbessert werden. So kündigte Marsbergs Bürgermeister Klaus Hülsenbeck an, dass der unter anderem im Bereich Marsberg in den kommenden zwei Jahren in den Radweg investiert werde. Es sind umfangreiche Maßnahmen im Stadtgebiet geplant: Im Bereich der Wepa in Giershagen ist eine andere Streckenführung geplant, der Lückenschluss im Bereich der Bürgerwiese soll umgesetzt sowie in die Oberflächenbeschaffenheit investiert werden.

Anfang März wurde durch die Geschäftsstelle des Arbeitskreises Diemelradweg die Auszeichnung durch den ADFC auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin entgegengenommen. Um das Qualitätsversprechen des Gütesiegels „ADFC-Qualitätsroute“ aufrecht zu erhalten, muss die Qualität nicht nur gehalten, sondern stetig verbessert werden. So sind seitens des Arbeitskreises Infotafeln entlang des Radweges geplant.

Am 14. Mai findet zum ersten Mal der „Diemelradweg-Tag“ von der Quelle bis zur Mündung statt. Radfahrbegeisterte sind zu diesem gemeinsamen Fahrerlebnis eingeladen: Rauf aufs Rad, Stempel sammeln und Preise gewinnen.

„Die Vier-Sterne-Auszeichnung des Diemelradweges ist ein großartiger Meilenstein des Projektes“, so Michaela Schröder, Wirtschaftsförderin der Stadt Marsberg und Geschäftsführerin Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Marsberg e. V. „Der Radfernweg und somit auch Marsberg erreichen einen höheren Bekanntheitsgrad. Das steigert die Attraktivität des Standortes als Naherholungsgebiet und zieht Touristen in die Region. Dies stärkt auf lange Sicht unsere hiesigen Gastronomie- und Gastgeberbetriebe sowie den Einzelhandel.“, ergänzt Klaus Hülsenbeck.

Ulrich Bork, Hochsauerlandkreis, unterstrich den Wirtschaftsfaktor des Radtourismus. „Tourismusförderung ist gleichzeitig Wirtschaftsförderung. 2015 wurden im Sauerland 66,1 Millionen Euro Umsätze mit dem Radtourismus erzielt, 2016 waren es sogar 150 Millionen Euro.“

Auf Marsberger Stadtgebiet verläuft der Diemelradweg von Helminghausen bis hinter Westheim, vorbei an der Kluskapelle in Giershagen, durch das Eichenwäldchen in Niedermarsberg und entlang der Baggerseen in Westheim.

 Diemelradweg 

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