“Erzähl mir vom Tod“

Der dritte Sauerlandkrimi von Mareike Albracht spielt in Obermarsberg

Schauplatz ihres dritten Krimis ist Obermarsberg. Die Helminghauser Autorin Mareike Albracht hat dazu auch im Heimatmuseum recherchiert. Foto: Kristin Sens
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Schauplatz ihres dritten Krimis ist Obermarsberg. Die Helminghauser Autorin Mareike Albracht hat dazu auch im Heimatmuseum recherchiert.

Obermarsberg. Wieder einmal verschlägt es Anne Kirsch nach Marsberg: Eigentlich zu einem Teambuilding-Seminar aufs Land verbannt, merkt die Kommissarin schnell, dass die dörfliche Idylle trügt. Der mit Spannung erwartete dritte Sauerlandkrimi von Mareike Albracht hat sich Obermarsberg und Umgebung zum Schauplatz auserkoren; die Ereignisse finden rund um den Historischen Markt statt. Rechtzeitig zum diesjährigen Markttrubel in der Oberstadt erscheint der neue Krimi am 4. September als E-Book. Mareike Albracht wird auf dem Markt auch aus ihrem neuen Roman vorlesen.

Die Geschichte beginnt damit, dass jemand mit einem historischen Brenneisen geblendet wird. Die Polizei aus Brilon ermittelt. Doch dann taucht eine Leiche auf, zwei Personen verschwinden – und der Fall wird der Düsseldorfer Kommissarin übertragen. Ist hier vielleicht ein Serientäter am Werk?

Wie immer, hat Mareike Albracht zuvor gründlich recherchiert: „Ich habe eine Stadtführung mitgemacht, bin auf den Mäuseturm gestiegen und im Wald herumgerannt“, erzählt sie. Außerdem habe sie zweimal das Museum in Obermarsberg besucht und Martin Halsband und Werner Schütte „ausgequetscht“, denn sie wird auch weit in die Vorgeschichte, zu Zeiten von Fehden und Hexenverfolgung, zurückgreifen. „Die Handlung wird auch Bezug auf Marsberger Sagen nehmen“, verrät sie. Die fertige Geschichte hat Albracht dann einer Obermarsbergerin zum Probelesen vorgelegt, damit es möglichst keine Unstimmigkeiten mehr gibt. „Ich finde Obermarsberg mit seiner Historie und seinem Geschichtsbewusstsein ist ein toller Schauplatz.“

Bei aller Detailtreue sagt sie: „Alle Figuren sind frei erfunden – und das steht auch immer auf dem Klappentext.“ Dass jemand sich bei ihr beschwert hat, weil er sich in ihren Geschichten verunglimpft fühlt, hat die junge Autorin noch nicht erlebt. „Ich bin zudem sehr bemüht, keine Klischees darzustellen“, betont sie.

Romane erscheinen erstmals im Print

Dennoch vermeidet die Hobbyautorin, eine Romanhandlung in allzu großer Nähe zu ihrem Heimatort Helminghausen spielen zu lassen. Auch die beiden anderen Krimis von Albracht sind in der Region angesiedelt: „Katz und Mord“ spielt in Bontkirchen und „Dornentod“ hat die Psychiatrie in Marsberg zum Schauplatz. Sie sind Ende 2015 und Mitte 2016 als E-Books erschienen.

Albrachts dritter Krimi kommt nicht zur zeitlich passend zum Historischen Markt heraus, er ist auch gerade rechtzeitig fertig geworden, bevor sie, nach neun Jahren Elternzeit, wieder an ihren Arbeitsplatz im Finanzamt in Brilon zurückkehrt. Sie hofft aber sehr, dass sie auch danach noch, ungeachtet ihrer drei Kinder und der Halbtagsstelle, Zeit zum Schreiben findet. Denn Ideen für den nächsten Roman hat sie längst im Kopf. „Vielleicht spielt er diesmal im Biker-Milieu“, sagt sie und lächelt vielsagend.

Alle drei Romane werden zudem im Oktober erstmals auch im Print zu erhalten sein: Der Verlag Midnight by Ullstein bringt sie im Rahmen einer neuen Programmreihe als Taschenbuch heraus. Präsentieren wird die junge Autorin diese dann persönlich auf der Frankfurter Buchmesse, wo sie zu einem „Meet and Greet“ eingeladen ist.

Die Lesungen auf dem Historischen Markt finden Samstag und Sonntag jeweils um 16.15 Uhr im Weinzelt statt.

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