Neuer Tätertypus – Polizei hat mobile Täter im Visier

Druck auf Verbrecher erhöhen

Auch im Hochsauerlandkreis kontrollierten Polizeibeamte am vergangenen Mittwoch zahlreiche Fahrzeuge.

Es war eine groß angelegte Aktion gegen mobile Einbrecher, Buntmetall- und Taschendiebe, für die 1700 Polizeibeamte im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg am vergangenen Mittwoch im Einsatz waren.

Auch in Marsberg hielten Polizisten Fahrzeugfahrer an.

Mobile Täter agieren überregional und länderübergreifend. Diese mobilen Intensivtäter sind straff organisiert und fallen durch ihr arbeitsteiliges Vorgehen auf. Sie reisen an, begehen ohne Ortsbezug eine Vielzahl an Einbrüchen und verlassen die Tatorte wieder umgehend. Sie fallen ebenfalls durch zahlreiche Trick,- Taschen- und Metalldiebstähle auf.

Sich diesem neuen Tätertypus in den Weg zu stellen und wichtige Erkenntnisse über Strukturen und Hintergründe straff organisierter Tätergruppierungen zu gewinnen, war das wesentliche Ziel des Großeinsatzes unter der Federführung der Dortmunder Polizei, gemeinsam mit den Kreispolizeibehörden des Regierungsbezirks.

„Die massive Polizeipräsenz von rund 1.700 Einsatzkräften im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg, darunter auch mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, hat sich gelohnt. Wir haben über Behördengrenzen hinweg den Fahndungs- und Ermittlungsdruck auf mobile Einbrecherbanden deutlich erhöht. Potentielle Straftäter wurden aufgeschreckt und verunsichert. Dabei schauen wir nicht nur auf die Anzahl der Festnahmen“, zeigte sich der Einsatzleiter aus dem Polizeipräsidium Dortmund, Kriminaloberrat Gerhard Böckmann, sehr zufrieden.

„Durch Razzien an potenziellen Treffpunkten von Einbrechern und Hehlern, der Durchsuchung verdächtiger Objekte sowie durch intensive Personen- und Fahrzeugkontrollen haben wir uns den Einbrecherbanden in den Weg gestellt. Die Ermittlungskommissionen der Kriminalpolizei haben wertvolle neue Erkenntnisse über Tatverdächtige, deren Reisebewegungen, Strukturen und Verbindungen erlangt.“

Acht stationäre Kontrollstellen

Besonders erfreulich sei auch die positive Resonanz aus der Bevölkerung, die die Einsatzkräfte an den Kontrollstellen, über Anrufe und in den sozialen Netzwerken erreicht hat.

Vom östlichen Ruhrgebiet bis zur hessischen Grenze, auf Bundesautobahnen wie auch städtischen Straßen als auch in Zügen mussten potentielle Täter mit Kontrollen der Polizei rechnen. „Wir haben gegen diese neue Tätergruppe ein deutliches Zeichen gesetzt und wertvolle Erkenntnisse für die vom LKA landesweit koordinierte Ermittlungsarbeit gewinnen können“, so Böckmann weiter.

Bei den Kontrollen wurden bis zum frühen Abend über 8000 Personen und 6400 Fahrzeuge kontrolliert. Im Bereich der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis waren rund 170 Polizisten im Einsatz. An acht stationären Kontrollstellen wurden 990 Fahrzeuge mit mehr als 1200 Insassen kontrolliert. In der ersten Hälfte des Einsatzes erfolgten Kontrollen im Bereich Sundern. Dort wurden auch mobile Kontrolltrupps eingesetzt. In der zweiten Tageshälfte verlagerten sich die Kontrollstellen in Richtung Arnsberg sowie in den Ostteil nach Brilon und Marsberg. Im Altkreis Brilon verliefen die Kontrollen normal. Es wurden hier keine Auffälligkeiten in Bezug auf die Motivtäter festgestellt, teilte die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis auf Anfrage des SauerlandKurier mit.

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