Ideale Ergänzung

Egge-Diemel-Schule und Heimatmuseum besiegeln Bildungspartnerschaft

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Heiner Duppelfeld und Anja Rücker-Fahle besiegelten den Kooperationsvertrag zwischen der Egge-Diemel-Schule und dem Heimatmuseum im Beisein der Viertklässler.

Westheim. „Wir hatten schon immer einer gute Zusammenarbeit mit dem Marsberger Heimatmuseum, aber diese wollen wir nun festigen und schriftlich niederlegen“, erklärte Schulleiterin Anja Rücker-Fahle den Grundschülern der Egge-Diemel-Schule in Westheim. Zu diesem Zweck ist ein Vertrag aufgesetzt worden, den Schulleiterin und Museumsleiter Heiner Duppelfeld im Beisein der beiden vierten Klassen unterzeichneten. Somit ist die Kooperation zwischen Schule und Museum nun offiziell.

„Die unmittelbare Begegnung mit dem authentischen Ort, den originalen Zeugnissen und Objeken und den vielfältigen musealen Medien fördert die kulturelle Kompetenz und bereichert und ergänzt die schulische Unterrichtsgestaltung“, heißt es in der Kooperationsvereinbarung. Der gegenseitige Austausch beider Institutionen soll verstetigt und intensiviert werden. Das beinhaltet, dass diese Kooperation in das Schulprogramm und die Curricula der einzelnen Unterrichtsfächer aufgenommen wird und die Lehrkräfte sich über die musealen Angebote und Inhalte informieren.

Das Museum wiederum wird die Bildungsarbeit der Schule durch die Entwicklung und Weiterentwicklung passender Maßnahmen und Aktionen unterstützen, angepasst an die jeweilig aktuellen Gegebenheiten. Beispiele dafür sind museumspädagogische Angebote, wie Führungen, Mitmach-Aktionen und Workshops.

Für die Lehrkräfte sollen Fortbildungen und Infoveranstaltungen angeboten werden, sowie Unterstützung bei der fachbezogenen Erweiterung der Schulcurricula. Weiterhin wird das Museum geeignete Materialien und Medien entwickeln und bereitstellen.

Regelmäßiger Besuch des Museums

Konkret werden im Vertrag bereits die folgenden Bausteine benannt: Die dritten und vierten Klassen werden regelmäßig (einmal im Jahr) das Museum besuchen sowie historische Stätten in Obermarsberg, wie Stiftskirche, Schandpfahl, Buttenturm, Drakenhöhle oder Wasserturm kennen lernen. Das Leben in einer mittelalterlichen Stadt wird Unterrichtsthema sein – ebenso Karl der Große, die Sachsen und die Zerstörung der Irminsul sowie Karl der Große und Papst Leo III.

„Das Museum ist eine Bildungseinrichtung, wie eine etwas andere Schule“, erläuterte Duppelfeld den Kindern den Hintergrund. Dort könne man etwas über die eigene Heimat lernen und das sei wichtig, denn jeder Mensch brauche feste Wurzeln, wie ein Baum. „Dass man weiß, wo man hingehört, was einen geprägt hat, diese Erinnerung nimmt man mit, wenn man eines Tages Westheim verlässt“, so Duppelfeld. Besonders in der heutigen globalisierten Welt fühlten sich viele Menschen orientierungslos, weil ihnen die Bezüge fehlten.

Einen ähnlichen Kooperationsvertrag hat das Museum der Stadt Marsberg bereits mit dem Gymnasium unterzeichnet. Die Katholische Grundschule am Burghof und die Grundschule in Giershagen werden folgen. Auch mit der Sekundarschule Marsberg wird ein solcher Vertrag angestrebt.

Der Vertrag ist unterzeichnet: In Zukunft werden die Egge-Diemel-Schule und das Heimatmuseum noch intensiver zusammenarbeiten.

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