Brandeinsatz mit zehn Personen und Rettung geprobt

Einheiten des Bezirks Mitte Marsberg organisieren Übungszenario

Die Einheiten des Bezirks Mitte kamen zu einer gemeinsamen Zugübung in der LWL-Klinik zusammen.

Marsberg - Zu einer gemeinsamen Zugübung kamen die Einheiten des Bezirks Mitte, nämlich der Löschzug Marsberg und die Löschgruppen aus Erlinghausen und Obermarsberg zusammen: Auf dem Gelände der LWL-Einrichtungen an der Bredelarerstraße 33 in Marsberg wurde ein Brandeinsatz mit Menschenrettung angenommen.

Vorbereitet hat die Übung Niklas Kreft aus Obermarsberg, der organisatorische Zugführer des Brandschutzbezirks Mitte. Als Übungsobjekt konnten die Feuerwehrleute ein leerstehendes, mehrgeschossiges Gebäude auf den Klinikgelände nutzen. Unter den Augen des stellvertretenden Wehrleiters Josef Straub und des ehemaligen stellvertretenden Kreisbrandmeisters Hubertus Kreft mussten die Einsatzkräfte ein anspruchsvolles Szenario bewältigen. Als Übungsziele gab Niklas Kreft die Menschenrettung über verschiedene Rettungswege, Organisation und Kommunikation an der Einsatzstelle sowie die Zusammenarbeit der drei Einheiten des Bezirks aus. 

Wie im Realfall auch hatten die übenden Einsatzkräfte zunächst wenig Kenntnis über die Lage vor Ort. „Feuer 4 Y, Dachstuhlbrand, komplett verrauchtes Gebäude“, so lautete das Alarmstichwort bei Übungsbeginn. 

Die zeitversetzt eintreffenden Besatzungen der insgesamt sieben beteiligten Einsatzfahrzeuge bekamen von Anfang an alle Hände voll zu tun: So sahen sie sich mit mehreren Personen an offenen Fenstern konfrontiert, ebenso waren Hilferufe aus dem Gebäude zu vernehmen. An mehreren Stellen im Erdgeschoss sowie im 1. und 2. Obergeschoss waren Brandherde angenommen, das Übungsszenario sah zudem einen fortentwickelten Brand im Dachgeschoss vor. 

Übungsszenario für zehn Personen

Insgesamt zehn Personen mussten aus dem Gebäude gerettet werden, ergab die Erkundung: Diese wurden von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gestellt, die ihre Rolle der Situation entsprechend gut darstellten. 

Unter Leitung von Frank Steker aus Marsberg wurden die Einheiten vor Ort eingesetzt, um die Rettung der Personen über Steckleiter, Drehleiter und unter Atemschutz durch Flure und Treppenhaus vorzunehmen. Dies erforderte zudem den Aufbau einer umfangreichen Löschwasserversorgung: Eine äußerst arbeits- und personalintensive Einsatzlage: Das Personal vor Ort komplett in das Einsatzgeschehen eingebunden; im Ernstfall wäre die Alarmierung von weiteren Löschgruppen aus der näheren Umgebung unverzichtbar gewesen. 

Nachdem nach einer knappen Dreiviertelstunde die letzten Personen aus dem zweiten Obergeschoss gerettet werden konnten, konnte die Übung mit der Vornahme eines Löschangriffs über zwei B- und das Wenderohr der Drehleiter fortgesetzt werden. Im Ernstfall wäre dies natürlich deutlich früher erfolgt, da dann bereits weitere Einheiten vor Ort zur Verfügung gestanden hätten, so das Fazit der anwesenden Führungskräfte. 

Nach etwas mehr als einer Stunde konnte die Übung beendet und ein positives Fazit gezogen werden. Die Übungsziele konnten allesamt erreicht werden, Anregungen für künftige gemeinsame Einsätze wurden ausgetauscht. 

Mit einem umfangreichen Feedback und einem kleinen Imbiss ließen die etwa 35 beteiligten Kameraden der verschiedenen Löschgruppen, Übungsleitung und Beobachter den Übungsdienst auf dem LWL-Gelände ausklingen.

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